day 154 [02.07.]

Mittlerweile haben wir uns mit dem Frühstück eingefunden und während die anderen eher süße Brötchen und vielleicht ein bisschen Reis dazu essen, ist es bei mir genau umgekehrt. Für große Pläne war heute eher nicht so das Wetter, da es zugezogen war und nach Regen aussah… aber das sieht es sowieso mittlerweile an jeden Tag. Also haben wir heute nur etwas kleines geplant. In unserer Nähe befindet sich vergoldeter Tempel, den wir uns noch angucken wollten. Da meine Schwester nicht sonderlich Lust darauf hatte, im Niesel sich noch einen Tempel anzugucken und da auch noch hinLAUFEN zu müssen, blieb sie zuhause, während meine Eltern und ich zum Tempel liefen. Naja so hatten wir wenigstens niemanden, der seine schlechte Laune Luft macht, wenn man mehr als 3 Meter laufen muss. Am Anfang hat es noch nicht geregnet und wir sind gemütlich durch die Straßen geschlendert. Auf dem Weg haben wir einen kleinen Handwerkskunstladen entdeckt, in den wir auch rein mussten. Dort gab es einige echt schöne Teeschalen, sie sich super gerne mitgenommen hätte, bloß hatte ich nur sehr wenig Bargeld bei und selbst wenn ich eine gekauft hätte, hätte ich die immer noch irgendwie sicher und ohne Bruch nach Deutschland kriegen müssen. Sogar das Haus war ziemlich schön und eher unjapanisch, da alles sehr offen war. Das hat es aber gleichzeitig so gemütlich gemacht. Wir haben uns auf jeden Fall eine Visitenkarte mitgenommen und wollten eventuell noch mal auf dem Rückweg vorbeischauen. Dann sind wir weiter zum Tempel und auf dem Weg dorthin, hat es dann auch angefangen zu regnen. Irgendwann kamen dann so langsam die ersten Tourishops und man hat gemerkt, das man sich einer etwas bekannteren Attraktion genähert hat. Vor dem Tempel wurden es dann auch immer mehr Menschen und auf dem Tempelgelände selber waren dann wirklich viele Menschen. So viele, dass man teilweise nicht anders konnte, als mit dem Strom mitzulaufen. Es wird ja gesagt, dass der Tempel besonder schön im Sonnenlicht ist, weil er dann auch schön glänzt und so… den hatten wir jetzt zwar nicht, aber irgendwie beeindruckend war es schon. Obwohl ich finde, dass das jetzt, so viel Reichtum das auch darstellt, nicht besinders schön aussieht. Es nimmt dem Gebäude irgendwie Tiefe und Charakter.

Von den Massen wieder rausgetragen haben wir dann den Tempel verlassen. Bevor wir und allerdings auf den Rückweg gemacht haben, haben wir uns dort noch ein Eis geholt und uns auf eine der vielen Bänke dort gesetzt. Wie wir da so gesessen haben, kamen plötzlich ein paar japanische Mittlerschüler zu uns und haben uns gefragt, ob wir Geld in unserer Währung mit haben. Nach einem zweifelnden Blick meiner Eltern in ihr Portemonnaie, teilten wir ihnen mit, dass wir einen 5-Euroschein hätten. Daraufhin fragten sie uns, ob wir eventuell mit Yen tauschen wollten. Anscheinend hatten sie die Aufgabe, von den Ausländer vorm Tempel Geld zu tauschen um so möglichste viele verschiedene Währungen zusammen zu bekommen. Meine Mutter hat ihnen dann den gefallen getan und ihre fünf Euro gegen 500 Yen getauscht. Das war zwar ein schlechter Wechselkurs für sie, aber immerhin hat sie ein paar Schüler glücklich gemacht. Danach sind wir dann aber wirklich nach Hause. Dort angekommen haben wir uns dann nur noch einen gemütlichen Abend gemacht und nichts mehr unternommen.

 

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