day 127 [05.06.]

Obwohl ich gestern eigentlich für meine Verhältnisse nicht spät schlafen gegangen bin und auch sehr lange geschlafen habe, hab ich mich übelst zerdtört gefühlt, als ich wach geworden bin. Aber es gab halt einfach absolut keinen Grund dafür. Der komplette Tag  lief dann auch ziemlich unspannend ab, da wir bis auf einmal einkaufen fahren nichts gemacht haben. Da heute ja Mittwoch ist, kam heute Abend jemadn von der Firma vorbei für den kansha-day. Wir wurden gestern gefragt, was wir uns denn dafür wünschen und Anni hat daraufhin Eiscreme gesagt, was auch von alles anderen als gute Idee empfunden wurde. Demententsprechend haben wir heute haufenweise Eiscreme bekommen, die wir bestimmt innerhalb der nächsten Tage aufbrauchen werden, da es langsam echt warm hier wird. Aus einem spontanen Impuls heraus hab ich mir dann danach den Pony geschnitten. Das hatte ich mir schon den ganzen Tag vorgenommen, aber immer aufgeschoben. Eigentlich wollte ich ja meinen Pony rauswachsen lassen, damit ich den bei den heißen Temperaturen hier einfach weg stecken kann. Aber das sah halt dementspechend im Moment auch eher wie ne Übergangslösung aus und gestern Abend hab ich mich dann doch dazu entschieden, ihn wieder ordentlich zu schneiden. Für mein erstes Mal selber Haare schneiden ist es sogar ganz gut geworden. Während dann alle anderen Bewohner des Dorms langsam in ihre Zimmer verschwanden um zu schlafen, bin ich natürlich noch wach geblieben. Denn ich hatte mich mit meinen Eltern noch zum telefonieren verabredet und da sie natürlich erst nach der Arbeit konnten, musste ich halt warten, auch wenn das dann bei mir 1 Uhr morgens war. Bei meinem Schlafrythmus hier stört mich das eher weniger. Trotzdem wr ich erstaunlich müde und mein Gehirn nicht ganz auf der Höhe. Zum eigentlichen Telefonat bin ich dann wieder runter in die Küche gegangen, um wenigstens etwas Abstand zu meinem Mitbewohnern zu bekommen, denn die Wände kann man als Lärmisolierung hier vergessen. Da ich das Licht nicht angemacht habe, konnte ich ziemlich gut erkennen, dass sich ein Glühwürmchen in unsere Küche verirrt hatte. Das war cool. Mal ganz abgesehen davon, dass das das erste Mal war, dass  ich ein Glühwürmchen aus nächster Nähe gesehen hab, fand das mein Matschehirn seeeehr fazinierend und hat mich auch leicht vom Gepräch abgelenkt. Im Gespräch ging es im grundlegenden um eine Verkündigung von mir. Diese hat mit dem Inhalt der Mails zu tun, die ich die letzten Tage bekommen und verschickt habe. Um es mal in eine Richtung zu lenken und um ein bisschen mehr zu verraten, als mein kryptisches Getue in den letzten Blogeinträgen: Ich habe meinen Rückflug umgebucht…

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