day 93 [02.05.]

Wie ich es mir gestern schon gedacht hatte, waren die Sachen heute morgen natürlich nicht trocken. Also hieß es in eine halbnasse Hose schlüpfen, war zum Glück überhaupt nicht eklig. Nach dem Frühstück (Natto und Reis) ging es dann natürlich zur Arbeit. heute schien schön die Sonne. Wie gestern waren wir auch heute wieder zum hanatori eingeteilt. Es ist übringens sehr verwirrend, wenn ständig von hana  geredet wird, weil dass ja sowohl Blüte/Blume heißt, als auch mein Name ist. ich fühl mich haöt durchgehend angesprochen. Bei der morgentlichen Versammlung haben wir heute auch mitgeteilt bekommen, dass es ein ein Ziel an Kilos gibt, was man erreichen soll. Für heute waren 7 kg pro Person angesetzt, was so gut wie unmöglich ist, da nicht mal der beste von gestern diese geschafft hat. Meine Anzahl lag irgendwo unter 3 kg. Heute wurde uns auch gesagt, dass die Größe ruhig etwas mehr varieren kann, da die Anzahl wichtiger ist. Ja danke, dass uns gestern die ganze Zeit gesagt wurde, die kleineren gehen auf keine Fall. Mit dem Bus sind wir also wie gestern auf die Plantagen gefahren. Dort konnten wir dann auch besser starten als gestern, da wir ja jetzt wussten, dass wir nicht nur eine Größe sammeln dürfen. Zudem hat die Sonne geschienen, was das Arbeiten um einiges angenehmer gemacht hat als gestern. Zusammen mit dem angenehmen Duft der Blüten der einen umgab, war das schon wieder echt idylisch. Aber ich weiß schon. welchen Part ich nicht vermisst habe…  und zwar die Tatsache, dass man wieder fast 8 Stunden am Tag mit seinen Gedanken alleine ist und über alles mögliche nachdenken kann und auch tut, weil man ja sonst nichts zu tun hat. Naja aber im großen Ganzen ist die Arbeit schon sehr entspannt. Nach kurzer Zeit und dank der Sonne waren auch meine Klamotten wieder trocken. Genrell wurde es dann sehr warm und da die Sonne hier ja sehr intensiv ist war man froh, wenn man im Schatten der Bäume stehen konnte. Da es tagsüber so heiß wird, bekommen wir von der Firma immer kostenlosen gekühltem Tee, was schon ziemlich nice ist. Zudem fährt neuerdings mit der Truppe immer ein Klo mit, so dass man nicht mehr im Wald gehen muss. Soweit ich weiß ist das Taro-sans Verdienst, genauso wie die halbe Stunde später Anfang, da er wohl mit der Leitung gesprochen hat. Dadurch, dass die Arbeit sehr entspannt ist, geht der Arbeitstag auch sehr schnell vorrüber, bloß nachmittags hat man weniger Zeit. Im Sharehouse angekommen heißt es dann Duschen (sobald was frei ist), Essen kochen und essen und danach hat man wenn man Glück hat noch en bisschen Zeit für sich und kann sich in produktive Tätigkeiten stürzen oder aber auch einfach nur im Internet versinken… (Ich glaube, ich habe noch Nachholbedarf…)

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