day 174 [22.07.]

Der erste Tag hier wieder zuhause in Deutschland. natürlich bin ich deutlich früher als mein sonstiger Rhythmus in Japan aufgewacht und war dementsprechend gegen 7 Uhr schon wach und es war hell in meinem Zimmer. In meinem Raum im letzten Guesthouse in Tokyo war es durchgehend immer dunkel und ich war Licht morgens schon gar nicht mehr gewöhnt. Nachdem ich dann meine ganzen Koffer erst Mal hoch in mein Zimmer geholt hatte und mir etwas aus meinen übrig gebliebenen Sachen zum Anziehen rausgesucht habe, hab ich auch schon angefangen, ein bisschen mein Zeug zu sortieren. Weit kam ich aber nicht, bis dann meine Eltern schon Frühstück vorbereitet haben und wir zusammen gegessen haben. Das allein war schon ungewohnt, weil ich in letzter Zeit entweder kein oder erst sehr spät gefrühstückt habe und dann gab es auch noch richtige Brötchen mit richtiger Wurst und Marmelade. Das hab ich ja seit Äonen nicht mehr gegessen. Nach dem sehr gemütlichen Frühstück hab ich mich dann weiter an meine Sachen gesetzt. Zuerst wurde alles rausgeräumt, wobei alle Klamotten, die ich neu in Japan gekauft hatte, vor meinen Schrank geschmissen habe, den Rest aus Deutschland in die Wäsche, sämtliches anderes neues Zeug auf meinen Schreibtisch geräumt habe und die Mitbringsel natürlich nochmal extra gestapelt. Da kam dann auch schon einiges zusammen und hat fast den kompletten Vormittag in Anspruch genommen.

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Bevor ich jetzt aber das alles eingeräumt habe, habe ich erst Mal ein bisschen mein Zimmer aufgeräumt und vor allem aussortiert, den mein Kleiderschrank war immer noch voll, obwohl da komplett alle Klamotten die ich in Japan mithatte plus die Neuen fehlten. Im Moment fühlt es sich noch seltsam an wieder hier zu sein weil alles so vertraut ist und es fast so wirkt, als wäre ich nie weggewesen, als wäre Japan nur ein Traum gewesen. Dafür ist die Gewohnheit bei anderen Dingen raus, so zum Beispiel beim Essen. ich hab mich in Japan halt schon anders ernährt und das jetzt auf hier zu übertragen ist nicht ganz so einfach. So stand ich heute dann vor dem vollen Kühlschrank und hatte keine Ahnung, was ich essen sollte. Ich denke aber in den nächsten Tagen wird sich das wieder legen. Genauso fühle ich mich noch nicht dazu bereit, hier in die Öffentlichkeit zu gehen beziehungsweise das Haus zu verlassen, wo ich unweigerlich in Kontakt mit den Menschen hier komme. Ich brauche wohl einfach noch ein bisschen zeit, um hier anzukommen. Mit dem Ausmisten war ich dann den Rest des Tages beschäftigt, bis abends dann Besuch kam. Meine Schwester fährt morgen ins Ferienlager und da sie zusammen mit einer Freundin hin fährt kam diese zum übernachten vorbei damit sie morgen zusammen weggebracht werden können. Da durfte ich mir natürlich auch schön: „was machst du denn hier? Mir die hab ich ja ÜBERHAUPT nicht gerechnet.“ anhören… ja ich bin wieder da. Zumindest körperlich.

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