Besonders viel hab ich nicht geschlafen, als ich auch schon durch meinen Wecker geweckt wurde. Das erste, was ich gemacht habe. war dann meinen Phone Contract zu kündigen. Da bin ich auch dank der Anleutung der Organsation ziemlich gut durchgekommen und war nach wenigen Minuten damit fertig. Anschließend hab ich gefrühstückt und die restlichen Sachen in meinen Koffern verstaut, die Küche ein bisschen saubergemacht, den Müll rausgebracht und dann war ich auch schon mit allem fertig, was ich machen musste. Also hieß es dann für mich warten, bis die Person von der Guesthouse Verwaltung kommt und ich auschecken kann. Das war natürlich super für meine Nerven, in der Küche rumsitzen, nichts zu tun und einfach nur warten, während die zeit immer weiter fortschritt und eigentlich pünktlich (also einiges eher) am Flughafen sein wollte. Nachdem ich über eine halbe Stunde lang in der Kücehe rumsaß und durch Twitter und Insta gegrindet bin, kam dann endlich auch diese Person. Er hat dann kurz kontrolliert, ob alles in Ordung ist, mir noch ein, zwei Feedbackfragen gestellt und zum Schluss meine Deposit ausgezahlt. Damit hatte ich dann auch wieder Bargeld, nur viel zu viel… Da das Ganze ziemlich schnell ging, war ich auch schon kurz vor 10 uhr fertig und konnte los zur Bahn, das war dann zuerst nicht ganz so einfach, mit zwei Koffern, einem Rucksack und einem Kissen, was ich in die Hand nehmen musste, da ich nur zwei Hände habe. Ich hab’s natürlich trotzdem geschafft, alles sortiert zu bekommen und konnte dann endlich los. Da es mittlerweile in Tokyo ehct stickig warm geworden war, war der Weg zur Bahn nicht ganz so angenehm und ich war schon einmal durchgeschwitzt, schön, dabei bin ich noch eine ganze Weile unterwegs. Aber ab der Bahn war es dann aushaltbar, weil diese ja klimatisiert sind. Bloß hätte ich mir noch was schöneres vorstellen können, als mit zwei Koffern in der Bahn, weil ich die nicht nur ständig über irgendetwas rüberheben musste, sondern auch noch auspassen musste, das sie mir beim fahren nicht wegrollen. Die Lösung gegen das Problem war, sich sehr unbequem vor die Koffer zu stellen. Anni war schon etwas vor mir an unserem Treffpunkt angekommen uns hat dementspechend schon auf dem Gleis aus mich gewartet. Als ich es dann auch endlich dorthin geschafft hatte, kam auch ziemlich zeitnah die Expressbahn zum Haneda Flughafen und eine Viertelstunde später, waren wir auch schon da. Dann sind wir zuerst zur Gepäckabgabe gegangen, wo zum Glück keine Schlange war, und ich wurde meine zwei Koffer endlich los. ich hab von der Dame am Schalter ein Informationsheft für Frankfurt bekommen (da ich da ja hinfliege), nur ist das auf Japanisch… ja moin. Da wir dann noch Zeit hatten, bis mein Gate öffnet, sind wir noch in eines der Cafés dort gegangen und ich hab nochmal ein schön traditionelles Dessert gegessen zum Abschluss. Da wir danach immer noch ein bissche Zeit hatten, sind wir ein bisschen durch die dortigen Shops gelaufen, bis dann plötzlich die Mutter von Junko auftauchte. Junko ist die Freundin von Annika, mit der sie eigentlich nach Japan wollte und welche auch japanische Wurzeln hat. Da die Großeltern von Junko in Japan leben, fliegt die Mutter sie jedes Jahr besuchen und war aktuell halt in Tokyo. Zusammen haben wir dann noch ein bisschen geredet, ehe es Zeit wurde und ich zum Gate wollte. Da davor noch die Sicherheitskontrollen kamen, hieß es dann verabschieden, ehe ich mich in die Schlage einreihte und durch die Kontrollen bin. Danach ging es dann zur Passkontrolle wo ich, nachdem ich endlich dran war, mitgeteilt bekommen habe, dass ich zu einem ganz anderem Schalter muss, was aber nicht ausgeschildert war. Also bin ich dann dort hin. Sort wurde mir dann ein Formular in die Hnad gedrückt, welches ich ausfüllen musste um zu bestätigen, dass mit der jetzigen Ausreise mein Visum ungültig wird und ich mir dessen in Kentniss bin. Anschließend wurde noch meine Residence Card durchstanzt und das war es dann. Damit ist es wohl offiziell beendet. Ich kann nicht mehr (zumindest mit diesem Visum) zurückkehren. Ist schon ein seltsames Gefühl irgendwie. Da aber mein Gate schon offen war, bin ich dann erstmal zügig zu diesem und hab ich an die seeeehr lange Schlange dort gestellt. Nach ein bisschen Warten saß ich dann auch schon im Flieger. Da ich gestern beim Online Check-in mir meinen Platz aussuchen durfte, saß ich wieder am Fenster, ziemlich weit hinten im Hinten. Pünktlich startete dann auch das Flugzeug und ich war überraschender Weise überhaupt nicht nervös. Eher kindlich aufgeregt und hab fasziniert den Start mitverfolgt. Auch der restliche Flug verflief absolut problembloß und ich hab mich abwechselnd mit Musik hören, Lesen, Netflix oder sinnlos Bilder bearbeiten beschäftigt. Ich habe bemerkt, dass es für mich im Moment noch seltsam ist, auf Deutsch angesprochen zu werden, denn immer wenn mich die Stewardess etwas auf Deutsch gefragt hat, war ich erstmal kurz verwirrt und hab meistens in einem Mix aus Englisch und Deutsch geantwortet. Das einzig ätzende im Flugzeug war, dass durch die klimatisierte Luft es mega trocken war und da ich ja aus Tokyo mit 95% Luftfeutigkeit komme, meine Nase halb gestorben ist. Um also das letzte bisschen an Feuchtigkeit in meiner Ausatmenluft zu behalten, hab ich mir einen Mundschutz aufgesetzt und tada: es war nur noch halb so schlimm. Dafür wurde ich aber am Frankfurter Flughafen angestarrte wie sonst was. Es hat mich sogar ein kleines Mädchen darauf angesprochen, warum ich den denn trage. Jedenfalls musste ich dann noch mal durch die Kontrollen und woah, es gibt ne elektronische Passkontrolle, in welchem Jahrhundert leben wir denn? Da das nur für EU-Bürger war, war ich da auch dementprechend schnell durch, nur bei der Handgepäckskontrolle hat es etwas länger gedauert, bis ich meine ganze Elekronik aus dem Rucksack geholt hatte, sogar so lange, dass der Mitarbeiter es dann irgendwann abgebrochen hat. Nach kurzer Anstehzeit am Gate, saß ich dann auch schon Flugzeug nach Berlin… Es war also nicht mehr weit bis nach Hause, wobei es sich schon ungewohnt vertraut angefühlt hat, allein schon wieder in Deutschland zu sein. Aber abgesehen davon, dass ich angestarrt wurde wie nichts, war ich geistig noch nicht angekommen. Auch war ich immer noch jedes Mal verwirrt, wen mich jemand auf Deutsch angesprochen hat und musste zwanghaft den Drang unterdrücken, Japanisch oder Englisch reden zu wollen. Im Flugzeug mussten wir dann allerdings länger warten, da jemand wohl nicht zum Einchecken gekommen war und wir deshalb seinen Koffer wieder ausladen mussten. Das hat allerdings etwas zu lange gedauert, weshalb wir unseren Abflugspot verpasst hatten und auf einen neuen warten mussten. Ende vom Lied: Wir sind mit einer halben Stunde Verspätung gestartet. Dafür war den Himmel über Deutschland sehr schön.

In Berlin gelandet hatten wir dann, dank unserer Verspätung das nächste Problem: es gab kein Personal was uns einen Tunnel an das Flugzeug bappen konnte. Also haben wir auch da wieder eine halbe Stunde warten müssen. Nach einem 11 Stunden Flug war das für mich gar nichts, trotzdem konnte ich langsam nicht mehr sitzen. Aber irgendwann haben wir dann endlich einen Tunnel bekommen und alle konnten das Flugzeug verlassen. Danach hieß es dann nur noch auf die Koffer warten, wo ich natürlich gefühlt von jedem, der das Flugzeug verlassen hat, aangestarrt wurde. Kommt schon, so anders sehe ich jetzt auch nicht aus… Als ich dann endlich nach einer gefühlten Ewigkeit meine Koffer hatte und raus wollte, wurde ich noch vom Zoll angehalten, wahrscheinlich, weil ich so viel Gepäck hatte. Nachdem sie mir ein paar Fragen gestellt hatten, durfte ich dann aber auch gehen. Bloß wollten ssie noch von mir wissen, warum man denn in Japan bzw. warum ich, einen Mundschutz trägt. Draußen haben dann schon meine Eltern, meine Schwester und meine Großeltern gewartet und mich in Empfang genommen. Im Auto hatten sie sogar noch einen Kuchen, aber ich hatte eher Durst als Hunger, da meine Kehle ganz schön ausgetrocknet war. Zusammen sind wir dann zum Auto gegangen und nach Hause gefahren. Es ist ganz schön seltsam, nach einem halben Jahr wieder in Berlin zu sein und alles ist so vertraut. Auch als wir zuhause angekommen waren, fühlte es sich so an, als wäre ich nie weggewesen. ich war jedenfalls ganz schön aufgekratzt und hab dann doch noch ein Stück Kuchen gegessen, ehe ich dann doch ins Bett gegangen bin. Schließlich war ich schon einige Zeit wach und im Moment nur aufgewühlt. Obwohl ich gefühlt überhaupt nicht müde war, bin ich aber dann doch ziemlich schnell eingeschlafen…