day 160 [08.06.]

Da es heute nicht so warm werden sollte und auch nicht regnen sollte, wollten meine Eltern noch mal ein bisschen raus asu Tokyo und die Natur hier erkunden. Ich hab dafür den Mt. Takao vorgeschlagen. Also haben wir uns in Nippori getroffen und sind mit der Bahn raus aus Tokyo. Da meine Eltern jetzt ja näher an mir dran wohnen, muss ich nicht mehr so ganz viel früher los, was viel entspannter ist. Die direkte Verbindung von Tokyo aus zum Berg ist mit der Keio-line. Da meine Eltern aber mit JR-Pass fahren wollten, mussten wir mit einer anderen Linie fahren und kurz vor Schluss noch mal umsteigen. Für mich ist das natürlich ein bisschen umständlicher, dass wir immer darauf achten müssen, mit JR-Linien zu fahren, aber insgesammt ist der Railpass natürlich schon praktisch (und ich krieg den mit meinem Visum nicht, lol). An der letzten Station angekommen, haben wir uns dann für einen Aufstiegs- und Abstiegspfad entschieden (die selben wie ich das letzte Mal auch genommen hatte) und haben uns dann an den Aufstieg gemacht. Ich glaube, meine Eltern hatten kaum Ahnung, was sie erwartet. Es hieß dann jedenfalls, den teilweise etwas wegen Wurzeln und Gestein unwegsamen Pfad hoch zur Bergspitze. Zum Glück war heute optimales Wanderwetter. Die Sonne hat nicht stark geschienen, es war kühl, aber nicht kalt und es hat wirklich nicht geregnet.  Trotzdem war der Boden ziemlich nass und auch der kleine Bach, der die ganze Zeit parallel zum Pfad verlief, war gefühlt voller als beim letzten Mal. Aber ich glaube, meine Eltern haben die Natur ziemlich genossen und meine Mutter hatte endlich ihre lang ersehnte Wanderung durch einen Wald hier. Drei Viertel des Aufstieges waren eigentlich ziemlich machbar, bis dann der Weg durch den Bach weiter führte. An sich jetzt auch nicht das Problem, bloß kam uns plötzlich eine Jungenschulklasse entgegen. Naja zumindest dachten wir dass, den nachdem wir ersten 20 Kinder vorbei waren, kamen noch ungefähr einhundert weitere. Es war also eher eine ganze Klassenstufe. Nachdem der Weg dann wieder frei war, sind wir weiter gegangen, aber wir kamen nicht weit, da kamen uns wieder Gruppen von Jungs entgegen und den letzten Rest des Weges, hörte das auch irgendwie nicht auf. Immer wennman dachte, jetzt ist es aber vorbei, kam noch eine weitere Gruppe Jungs um die Ecke. Spätestens, als wir auf der Bergspitze dann ankamen, war es aber endgültig vorbei. Oben haben wir dann erst mal Pause gemacht, etwas gegessen, getrunken und unsere erschöpften Muskeln ein bisschen ausgeruht. Aber es war ja auch schon 15 Uhr. Dann haben wir uns wieder an den Abstieg gemacht und aber diesmal den Tempelpfad genommen. Dieser führte anfänglich durch eine rießige Tempelanlage, wo die Tempel leider schon alle geschlossen hatten. Nach den Tempeln wurde der Weg dann leider nicht mehr ganz so schön, da er zu einer asphaltierten Straße wurde, die ziemlich steil bergab ging und damit nicht gerade angenehm zum Laufen. Deshalb hat meine Schwester auch irgendwann die Kriese bekommen und hat angefangen, ihrer schlechten Laune Luft zu machen, was für uns ziemlich anstrengend wurde. Nach einer ewigen Stunde voll mit Gemecker hatten wir es dann aber endlich geschafft und konnten mit der Bahn zurück nach Tokyo fahren. Da wir den Abend noch nichts geplant hatten, hatte ich vorgeschlagen, nach Shibuya zu fahren. Da wir da noch nicht waren, haben wir dass dan auch gemacht, auch wenn wir für das Viertel irgendwie nicht ganz passend gekleidet waren (abgesehen davon, dass wir auch leicht verschwitzt vom Wandern waren). Die Shibuya crossing war natürlich das erste Highlight und wenn amn in Tokyo it, sollte man auch minestens einmal diese Kreuzung zu Fuß überqueren. Anschließend sind wir ein bisschen durch die Gegend gelaufen und haben nach einem passenden Restaurant gesucht, was sich als nicht ganz so einfach herausstellte, da wir uns irgendwie nicht einig wurden. Nach viel zu langen Suchen haben wir uns aber für ein Burgerrestaurant entschieden und diese Entscheidung haben wir auf keinen Fall bereut, weil die Burger dort schon ziemlich fett (im Sinne von geil) waren. Danch waren wir dann auch satt für die nächste ganze Woche und sind noch ein kleines bisschen durch das Viertel gelaufen, ehe wir nach Hause gefahren sind und auf dem Rückweg uns einen groben Plan für morgen überlegt haben.

 

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