Für das Frühstück war ich heute zuständig. Wenn wir schon zusammen in einer Ferienwohnung sind, dann wollte ich mir die Chance nicht vergehen lassen und meinen Eltern ein eher japanisches Frühstück bereiten. Also haben wir heute morgen Reis gekocht (im Topf, weil wir haben ja keinen Reiskocher, ich weiß gar nicht mehr, wie das geht), dazu noch ein weichgekochtes Ei pro Person, furikake und eine Packung natto für alle, da es außer mir wahrscheinlich niemand essen wird. Aber einmal probiert müssen sie es haben, da besteht ich drauf. Als wir dann alle zusammen am Tisch saßen, ahb ich dann das natto vorbereitet. Allein schon beim Anblick musste meine Schwester das Gesicht verziehen und meinte, dass sie das auf keinen Fall essen wird. Aber bei der schleimigen, fädigen, nicht gut riechenden Masse war das auch verständlich. Trotzdem haben zum Schluss alle probiert. Wie erwartet war keiner begeistert davon, weshalb ich dann alles alleine essen musste. Damit war ich dann auch mehr als voll. Ich hab schon fast vergessen, wie satt natto eigentlich macht. Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich zum Bahnhof fahren, um Geld zu tauschen. Auf dem Weg dorthon sind wir dann allerdings früher aus dem Bus ausgestiegen und sind zum Kaiserpalast von Kyoto gelaufen. Da ja im Moment Regenzeit hier ist, müssen wir jeden Tag, wo es nicht regnet ausnutzen und heute hat es halt nicht geregnet. Bewölkt war es trotzdem. Von der Bushaltestelle aus mussten wir noch ein ganzes Stückchen laufen, ehe wie die Palastmauern erblickten. Der Palast selber lag noch mal in einem extra Bereich innerhalb der Mauern, weshalb wir noch mal ein bisschen durch das vergleichbar große Parkgelände laufen mussten, wo man sich auch schon das erste Haus kostenlos von innen angucken konnte. Dann ging es in den Palast rein. Also nicht wirklich rein, da man es sich nur von außen angucken konnte. Aber das hat gereicht, denn allein schon von außen war es ganz schön beeindruckend und obwohl das Wetter jetzt nicht sonderlich gut war, waren dort einige Touristen. Natürlich haben wir auch eigigen Fotos gemacht und auf mindestens der Hälfte, guckt meine Schwester blöd von der Seite ins Bild, da sie es scheinbar zu ihrer Aufgabe erklärt hatte, sämtliche Fotos zu photobomben. Tja, das hast’e jetzt davon:

Nach dem Palast ging es dann wirklich zum Bahnhof, wo wir erst mal Ewigkeiten nach der Wechselstube gesucht haben, Nachdem wir dann nachgefragt haben, weil weder Plan noch google maps sonderlich hilfreich waren, haben wir sie auch gefunden. Um uns von der ganzen Lauferei zu erholen, haben wir dann kurz in einem Bäcker gestoppt und eine Kleinigkeit gegessen. Danach sind wir weiter durch den Bahnhof gelaufen, da auf dem Dach eine Aussichtsplattform war, wo man einen ziemlich guten Überlick über Kyoto hatte. Allein schon die die Rolltreppenfahrt nach oben durch die rießige Eingangshalle des Bahnhofes war ein Erlebnis, was meine Schwester auch auf Kamera festhalten wollte. Nur hat sie anstatt in Zeitfaffer in Zeitlupe aufgenommen. Jetzt hat sie halt ein 10 minütiges Video, wie sie ganz langsam die Treppen runterfährt. Nachdem sie dann noch mal hochgefahren ist, um alles noch mal aufzunehmen, sind wir auch wieder nach Hause gefahren. auf dem Heimweg haben wir im Supermarkt Sachen fürs Abendbrot geholt, um dann in der Unterkunft behälfsmäßig kochen zu können.
Ich schreib ja meine Einträge hier gerne eher so mitten in der Nacht, aber jetzt hab ich ja jemanden neben mir, der sich beschwert, dass ich zu laut tippe… super, also wird’s jetzt nich schwerer, mit den Einträgen hinterher zu kommen.