day 151 [29.06.]

Heute dann mal wieder etwas früher aufgestanden, da ja eine Reise anstand. Meine Sachen hab ich bevor ich gegangen bin noch ordentlich in meine Ablage sortiert und das, was nicht mehr gepasst hat (der rießen Beutel mit den Einkäufen aus Harajuku) aufs bett geschmissen, da ich das ja erstmal sowieso nicht brauche. Dann bin ich mit einem großen und einem kleinen Rucksack, sowie Regenschirm, da es nieselte, zur Tokyo station aufgebrochen. Dort habe ich dann auch meine restliche Familie getroffen und gemeinsam sind wir zu den Shinkansengates aufgebrochen. Während ich dann mit meinem Ticket durch das Gate musste, mussten die anderen mit dem Railpass an der Seite vorbei. Also hat mir meine Mutter ein Ticket und eine Platzkarte (der ich seeeehr skeptisch entgegenblickte, weil sie keine Ticketgröße hatte) in die Hand gedrückt und ich bin zu den gates, weil ich ja mittlerweile weiß, wie man dort durchgehen muss, aber denkste, ich kam natürlich nicht durch. Nach ein paar weiteren Versuchen kam dann ein Bahnangestellter und half mir dabei. Dort stellte sich dann auch raus, dass ich anstatt des Ticktes eine Platzkarte für den Railpass hatte und die angebliche Platzkarte war die Rechnung (wusste ich’s doch!). Dann wurde mir von meiner Mutter die richtige Karte gegeben und dann kam ich auch durch das gate. Dann sind wir zu den Gleisen gelaufen. Das erste Mal Shinkansenfahren ist ja schon ein bisschen besonders und am Bahnhof sieht man, wie unglaublich gut das Bahnsystem hier funktioniert (ich wer’s vermissen). Auch die ganzen ein- und ausfahrenden Züge sind ein kleines bisschen spannend. Als dann unser Zug kam, sind wir eingestiegen und haben unsere Plätze auch ohen Probleme gefunden. Eigentlich sind ja alle Sitzplätze hier in Fahrtrichtung gedreht, aber mit einem kleinen Trick kann man diese auch umdrehen, sodass wir aus unserem zwei Zweiersitze hintereinander einen Vierer, wo man sich gegenübersitzt, machten. Nachteil daran ist, dass man dann keine Tisch meht hat. Pünktlich sind wir dann losgefahren. Einen Teil der Fahrt habe ich Musik gehört und den anderen teil mich mit meinem Eltern unterhalten. Dort habe ich ihnen dann auch erzählt, was Plan A nach Japan ist (was ich ja hier irgendwie vermeide zu sagen). Meine Mutter wusste es irgendwie schon… aber trotzdem waren beide irgendwie… perplex? Vielleicht weil sie nicht damit gerechnet haben, aber das kann ich irgendwie verstehen. Nach ungefähr drei Stunden Fahrt waren wir dann da. Meine Eltern haben mir dann auch einen kleine Trick verraten, wie man das Shinkansenticket behalten kann. Man soll einfach am Rand vorbeigehen (da wo die Angestellten stehen) und ihnen sagen, dass man das Ticket behalten möchte. Das hab ich auch getan und hab somit nun zum ersten Mal mein Shinkansenticket noch. Jeyy! Nun mussten wir zum Ausgang des Bahnhof zu des Bussen und irgendwie sieht der Bahnhof aus wie der in Hiroshima. Zwar nicht von außen, aber von innen ähneln die sich doch schon sehr. Draußen sind wir dann zum Bus gegangen. Mittlerweile kann ich hier ja auch problemlos Bus fahren, machen tue ich es aber trotzdem nicht gerne. Laufen will ich dann aber auch nicht. So sind wir noch eine halbe Stunde mit dem Bus gefahren, bis wir gefühlt schon wieder fast ausßerhalb von Kyoto waren. Ausgestiegen mussten wir aber noch ein bisschen Laufen, ehe wir an der Ferienwohnung ankamen. Das Viertel wo wir wohnen, ist ein eindeutiges Wohnviertel, voll mit kleine Straßen und engen traditioneller aussehenden Häusern. Wir dann mittendrin als wahrscheinlich einzige Touris.

Nach ein paar Schwierigkeiten hatten wir dann unsere Unterkuft, die in irgendeiner kleinen Nebentraße lag, gefunden, wo der Vermieter auch schon auf uns wartete. Nachdem wir dann bezahlt hatten ist er auch schon wieder gegangen und wir hatten das haus für uns. Erster großer Mängel an der Unterkunft: wir haben KEINEN Reiskocher!!1!11!!!!. Hilfe, wovon soll ich mich denn jetzt ernähren? Generell ist die Küchenausstattung etwas düftig. Dafür ist das Haus an sich ziemlich groß, also für japanische Verhältnisse versteht sich. Nachdem wir uns dann ein bisschen im Haus umgeguckt und eingerichtet hatte, sind wir dann los einkaufen. Eigentlich wollten wir nur zu einem Konbini aber meine Schwester hat dann doch zum Glück noch einen Supermarkt in der Nähe gefunden und so sind wir dann zu diesem. Dort haben wir Sachen für Frühstück und Abendbrot eingekauft und sind auch wieder nach Hause. Für mich sind die Supermärkte ja mittlerweile normal und ich finde auch alles, aber ich glaube, für meine Familie war es dann doch ziemlich neu. Wieder zuhause haben wir dann Abendbrot gekocht und anschließend noch ein bisschen Karten gespielt, ehe wir dann auch schlafen gegangen sind.

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