Der eigentliche, von mir geplante Tagesablauf, von gestern wurde dann auf heute verschoben. Dazu hab ich mich, nachdem einiges meiner morgentliche Zeit dafür draufgegangen ist, mich fertig zu machen und ein ordentliches Make-up sowie Outfit hinzubekommen, mit meiner Schwester in Akihabara getroffen. Ich kam aber erstmal zu spät, da die bahn mit der ich gefahren bin, einfach an einer Station stehen blieb und nicht mehr weiter fuhr. Deswegen musste ich mit einer anderen Linie fahren, die natürlich dann komplett überfüllt war. Zum Glück hatte aber meine Mutter mit meiner Schwester am Bahnhof gewartet, sonst wäre die wahrscheinlich einen Nervositätstod gestorben, wenn ich nicht gekommen wäre. Schließlich können wir nicht miteinander kommunizieren, da sie kein portables Internet hat. Zusammen sind wir dann aber weiter nach Harajuku, während mein Vater an einem Karatetrainig hier teilgenommen hat und meine Mutter sich anderweitig irgendwie beschäftigt hat. Dort angekommen sind wir dann erstmal die Hauptstraße runter, auf der Suche nach einem Konbini, da ich mal wieder kein Bargeld bei hatte. Bevor wir aber einen fanden, kamen wir am Nyx-Store vorbei, in den ich unbedigt rein musste. Mit einem neuen Eyeliner sowie Fixspray sind wir dann weiter. Allerdings sind wir wieder nicht sehr weit gekommen, bis wir in den in der Nähe befindlichen Line-Friends-Store sind. Da die Hälfte des Ladens voll mit BT21 ist, haben wir beide uns natürlich sofort sehr wohl gefühlt. Natürlich kamen wir absolut nicht rum, uns dort etwas zu kaufen. Ich glaube haben wir dann auch die unüberlegteste Aktion des Tages gebracht und zwar habe ich ein relativ großes Kissen gekauft, wozu man zwar ein Beutel bekommen hat, aber was wir natürlich dann den ganzen Tag noch mit rum schleppen musste. So hat meine Schwester dann den Beutel bekommen, der gefühlt genauso breit war wie sie. Immerhin konnten wir den Beutel auch zurAufbewahrung sämtlicher anderer eingekauften Sachen benutzen. Dann sind wir erst in die eigentliche Straße rein, in die ich wollte: die takeshita dori. Dort sind wir dann zuerst zu einem Konbini, wo ich Geld abgehoben habe und wir erst mal was gegessen haben. Danach ging es dann die Straße runter. Genauso wie ich war meine Schwester sofort verliebt in den Ort, weil es dort einfach Läden gibt, die 100% ihren Geschmack treffen. So sind wir dann also durch die Läden und haben ab und zu auch mal was gekauft (wobei meine Schwester bemerkt hat, dass sie eindeutig zu wenig Geld mit hat). Nachdem wir dann die Straße einmal runter gelaufen sind, haben wir uns mit unserem Eltern in Verbindung gesetzt, damit sie zu uns stoßen. Da diese gerade sowieso ind er Nähe sich einen Park anschauen waren, waren sie kurz darauf auch schon bei uns, auch wenn das finden etwas länger gedauert hat, da wir an verschiedenen Stationen aufeinander gewartet haben. nachdem wir es dann endlich geschafft hatten, uns zu finden, sind wir gemeinsam die Straße runter und nochmal in ein zwei andere Läden rein.
Das Ziel war dabei ein ziemlich großer Second-Hand Laden, wo man unter anderem auch Kimonos, Yukatas und andere traditionelle Kleidung günstug bekommt. Ich hab übringens beschlossen, mir nichts dergleichen zu kaufen. Klar hätte ich gerne einen Kimono oder Yukata. Bloß einen echten Kimono anzuziehen und zu binden ist ’ne halbe Wissenschaft, die ich nicht beherrsche. Aber dafür hat mein Vater etwas in dem Laden geholt. Nachdem wir dann fertig geschopt hatten, sind wir dann auf die andere Seite der Omotesando street gewechselt, weil dort mehr Restaurants sind. Dort sind wir dann in das okonomiyaki-Restaurant gegangen, wo ich neulich nach dem Friseurbesuch schon war. Okonomiyaki ist etwas, was ich auch unbedingt mit meiner Familie hier essen gehen wollte und da ich das Restaurant schon kannte (und es gut ist) war das die Gelegenheit. Natürlich hat es alles geschmeckt und auch das es innen eher japanisch als westlich aussah war ein zusätzlicher Pluspunkt. Was mir jedes Mal irgendwie auffällt ist, dass sich meine Eltern andauert hier über die aircon (zu Deutsch: Klimaanlage) beschwerden. Ständig wird rumgemerkert, zu kalt hier, Luftzug da, lass mal umsetzen bla bla. Mich nervt das irgendwie ganz schön. Das hier überall Klimaanlagen sind, ist halt so und ich bin eher froh über die temperierten Räume im Gegensatz zu der Hitze draußen. UND EGAL WO MAN SITZT, MAN HAT IMMER DEN LUFTZUG. Da nützt auch Stress machen um umsetzten nicht. Ich krieg da lowkey Aggressionen, wenn man nicht einfach an dem zugewiesenen(!) Tisch sitzen bliebt, sondern lieber noch zehn Stunden daneben steht und rumdiskutiert, ob man nicht lieber an einen anderen Tisch gehen sollte. Nein, einfach nein. Danke. Nach dem Sehr leckeren Essen sind wir dann auch schon nach Hause gefahren. Ich dabei mit ins Hotel. Dort haben wir dann unsere Sachen sortiert und ich durfte anschließend mit dem übergroßen Beutel, voll mit dem Kissen und meinen Einkäufen zurück in mein Guesthouse fahren. Müde und kaputt wie ich war, dachte ich ja schon fast, dass ich dann in Ruhe meinen tag beenden konnte aber neeeeee, denkste… Wie jeden Abend hab ich mich zuerst in die Küche gesetzt, um Blog zu schreiben und da ich nun mal am Platz mit den Steckdosen saß, hat sich der Thailänder mit seinem Laptop zu mir gesetzt und ebenfalls an irgendetwas gearbeitet. Wie jeden Abend hat er dann auch angefangen dabei Bier zu trinken und hat mir (auch wie immer) etwsa angeboten, was ich abgelehnt hab, da ich nunmal noch produktiv sein wollte/musste. Das hat ihn aber trotzdem nicht davon abgehalten, noch Smaltalk mit mir anzufangen, da er sich ja angeblich beim Reden und Trinken besser auf seine Arbeit konzentrieren kann… schön, ich aber nicht. Deshalb ich dass auch ziemlich schnell abgewirkt und mich wieder mit Kopfhörern hinter meinem Laptop verkrochen. Als ich dann später als sonst, da meine mangelnde Konzentration zu weniger Schreibfluss geführt hat, ins Bett gehen wollte. hab ich ne halbe Krise bekommen. Eigentlich wollte ich nur noch ins Bett und schlafen, aber der Typ der im Bett unter mir schläft, hat mir dezent die Nerven geraubt. Genau in dem Moment. wo ich mich ins Bett gelegt habe, kam er auch um zu schlafen. Das Problem an der Sache war bloß, dass man RIECHT, wenn er in der Nähe liegt. Denn obwohl hier eigentlich Raucherverbot ist, raucht er (draußen, um die Ecke, kein Plan) und zieht dementsprechend auch eine Geruchsfahne mit sich. Dazu kommt noch, dass er nicht gerade leise in seiner Existenz ist, sei es schnarchen, rumdrehen oder die Nase hochziehen. Und in diesem Moment meines gereizten, ünermüdeten Selbst ging es einfach gar nicht klar. Ich hab fast nen Raster in meinem Bett bekommen und musste da weg. Also bin ich aufgestanden, hab mit Kopfhörer reingestöpselt und mich in irgendeiner dunklen Ecke des Raumes verkochen und mich mit Musik beschallt, nur um runter zu kommen. An schlafen konnte ich nicht denken, auch wenn mein Körper mir da was anderes einflüsterte. Bloß sitzend in meiner Ecke konnte ich nicht schlafen und in mein Bett konnte ich in meinem Zustand nicht. Trotzdem hat mich die Müdigkeit gegen 4 Uhr morgens doch wieder ins Bett zurückgeschickt, wo ich dann ziemlich schnell eingeschlafen bin.