day 146 [24.06.]

Morgend bin ich entspannt wachgeworden und anstatt aufzustehen, um wenigstens noch ein bisschen produktiv zu sein, habe ich zwischen den Zeilen einer Geschichte verloren, bis es dann knapp wurde und ich wirklich aufstehen musste, wenn ich noch wenigstens etwas schaffen wollte. Also hab ich mich angezogen und hab erstmal das ganze Zeug, was ich so in den letzten Tagen gekauft hatte, sortiert, nur um anschließend Wäsche zu waschen. Wir haben an unserem Haus direkt ein Waschsalon, wo drei normale, ein große Waschmachine und drei Trockner stehen. Dort hab ich dann eine Maschine mit einem Teil meiner Wäsche befüllt und hab diese angeschmissen. Da ich nicht zwei Drittel belegen wollte (es befand sich noch jemand anderes in dem Waschraum) hab ich dann den Rest erst mal wieder mitgenommen und wollte den danach machen. Dann bin ich zurück und hab währenddessen angefangen mich fertig zu machen. Als dann die Wäsche fertig war, hab ich diese in einen der Trockner geschmissen und den Rest der Wäsche in die nun leere Maschine. Eigentlich hänge ich meine Sachen ja lieber auf, aber a) hab ich keinen Platz um hier Sachen aufzuhängen und b) trocknet grade alles super langsam hier. Dann hatte ich circa 10 Minuten Zeit, um mich wieder meinem Make-up zu widmen. Mehrmals musste ich dann noch Wäsche irgendwie hin und räumen, ehe ich es dann geschafft hatte, alles zu waschen und halbwegs zu trocken. Mittlweile war es dann aber auch schon knapp , um noch rechtzeitig am Flughafen anzukommen. Also hab ich meine Sachen eifach wieder in die Beutel geräumt, mir meinen Rucksack geschnappt und bin schnell zu Bahn gelaufen. Mit dieser bin ich dann zum Haneda-Airport gefahren, wo ich leider später als eigentlich geplant ankam und somit knapp nachdem meine Familie das Gate verlassen hatte und etwas überfodert da rum stand. Natürlich war ich froh, meine Familie wieder zu sehen, auch wenn es etwas seltsam ist, da Japan bis her etwas ist, was ich komplett ohne meine Familie gemacht habe. Zusammen sind wir dann jedenfalls nach Akihabara gefahren, wo sich ihr Hotel befand. Es war schon irgendwie niedlich, wie sie beim reinpiepen mit der IC-Karte coh etwas sehr skeptisch und zögerlich vor dem Gate standen, während soetwas für mich schon zur alltäglichen Routine geworden ist. Genau wie an meinem ersten Tag ich es getan hatte, staunten sie nicht schlecht, als wir den Flughafen dann mit der Bahn verließen und sich das erste Mal Tokyo aus der Nähe zeigte. Zuerst bestehend aus lauter kleineren, eng aneinandergereihten Wohnhäusern, was dann immer mehr in größere Bürokomplexe überging, bis wir dann an der Tokyo Station ankamen und uns durch das dort herrschende Chaos zur Yamamote-Line durchschlängelten. Auch das war für mich wieder schon so Alltag, dass ich eher mit dem hier vorherrschenden Alltagsstresstempo mich durch die Massen fädelte, während meine Eltern und meine Schwester dabei mit ihrer leichten Überforderung wohl etwas zurückblieben. Aber wenn man eine Weile alleine unterwegs ist, schleichen sich solche Angewohnheiten nun mal ein. Hieß für mich dann, mein Tempo runter schrauben und besser darauf achten,wo die anderen bleiben. In Akihabara angekommen haben mir meine Eltern dann die Adresse vpm Hotel genannt, so dass ich mittels Maps unseren Wegs raussuchen konnte. Das Hotel haben wir dann auch ziemlich einfach gefunden und nachdem meine Familie eingecheckt war, sind wir hoch in das Zimmer gefahren. Das Hotel steht etwas abseits in einer kleineren Nebenstraße und ich mus sagen, dass das Zimmer eigentlich zeimlich gut aussah, Klar war es immer noch klein, aber es hätte noch kleiner sein können und es war alles neu und modern (was tatsächlich nicht immer der Fall ist). Nachdem sie sich dann kurz sortiert hatte sind wir auch schon wieder los. Der heutige Programmpunkt war Shinjuku. Erstmal schön einen Kulturschock verpassen. Ich glaube alleine schon das Bahnfahren hier (gerade wenn man an so großen Bahnhöfen wie Tokyo, Akihabara und Shinjuku ein-/um- oder aussteigt) ist bei dem ganzen Gewusel einiges an Gewöhnung bedürftig. Wobei ich es mittlerweile als ziemlich angenehm empfinde. Nicht die Fülle versteht sich, sondern vielmehr das funktionierende System dahinter. In Shinjuku sind wir dann zuerst zum Goverment Building gelaufen um dort dann zum Obervatory in den 45. Stock zu fahren. Dort wollte ich zur Ankunft quasi erst mal einen Überblick, um wahrsten Sinne des Wortes, schaffen. Da es mittlerweile auch schon gedämmert hatte und sich langsam die Dunkelheit über die Millionenstadt senkte, erleuchtete die Stadt mehr in einem funkelnen Sternenhimmel am Boden, was noch mal eine ganz andere, wenn nicht sogar beeindruckendere, Wirkung als der graue Häuserteppich am Tag hatte.

Eine Weile verweilten wir dann auf der Aussichtsplattform, um uns der Faszination des glitzernden Großstadtwaldes hinzugeben, ehe dann die andern nicht unwesentlich vom Hunger gelenkt wieder runter wollten. So sind wir dann wieder mittels Fahrstuhl auf Bodenebene gegangen und haben uns in den kleinen Fußgängertraßen um den Bahnhof Shinjuku nach einem Restauntant umgesehen. Da meine Schwester unbedingt Ramen essen wollte, haben wir das auch getan. Schließlich haben wir noch genügend Zeit um später andere Sachen zu probieren. Den Laden den wir gewählt hatten, was sogar etwas besser, jetzt nicht die Exquisität in Ladenform, dafür aber doch nicht ganz das Schnellrestaurant, was man hier an jeder üblichen Ecke findet. Ich glaube ich kann behaupten, dass das was wir uns reusgesucht hatten, auch allen geschmeckt hat. Satt, zufrieden und die andere glaube ich doch hoffentlich zumindest ein kleines bisschen überwältigt vom Tag sind wir dann zurück gefahren. Wobei ich nicht mit meiner Familie zurückgefahren bin, da ich in die andere Richtung musste. Aber wenn man einmal Bahn gefahren ist, ist das eigentlich gar nicht mehr so schwierig. Ich glaube die nächsten Tage werden für mich auf eine ganz eigene Art und weiße antrengend, nicht zuletzt weil ich, wenn wir denn unsere Tagesaktivitäten beendet haben und jeder nach Hause fährt, noch unwesentlich länger nach Hause brauche, dann noch mindestens zwei Stunden Blog schreibe, nur um dann morgens auch früher als die anderen los muss, damit wir uns treffen können. Aber man macht das doch gerne…

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