Da Nicole heute auch Zeit hatte, haben wir uns am Vormittag in Shinjuku verabredet. Ich wollte dort noch das Robot Café besuchen und Nicole meinte, dass sie auch noch ein paar Sachen dort angucken wollte. Also haben wir uns um 12 Uhr dort am Bahnhof getroffen. Dann sind wir zuerst ein bisschen dort rumgelaufen, ehe wir uns doch entschieden haben, nach Ginza zu fahren. Nicole war noch nie dort und wollte außerdem den Kumamon (ein japanisches Maskotchen) Store aufsuchen. Also sind wir dann dort hin gefahren. Von der Station aus sind wir einen kurzen Moment zu diesem Laden gelaufen wobei dass bestimmt doppelt so lange gebraucht hat als nötig, weil wir uns nicht gerade intelligent beim Finden angestellt haben. Dort angekommen hat dann Nicole erst mal den halben Laden leergekauft. Anschließend sind wir weiter surch Ginza gelaufen. In diesem Stadtteil steht nämlich auchd en Nagakin Capsule Tower, der ein Teil meiner Seminararbeit war und wenn ich schon hier bin, wollte ich wenigstens ein Mal vorbeischauen. Nicole kannte den sogar, weil sie mit ihren Eltern eine Doku drüber gesehen hatte. Das Gebäude haben wir dann besser gefunden als den Store und blieben da auch kurz um ein paar Bilder zu machen.

Es war schon irgendwie cool das mal in Wirklichkeit zu sehen, auch wenn ich es nicht so heruntergekommen erwartet hätte. Wen es interessiert, meine Seminararbeit ging über japanische Architektur: Moderne und Tradition im Vergleich, und dieses Gebäude ist das Vorzeigebeispiel des Metabolismuses, der ersten japanischen Avantgardebewegung. Aber wem das genauer interessiert, soll das selber nachgucken, denn ich möchte hier nicht meine halbe Seminararbeit zitieren. Nachdem wir genug von dem Tower hatten, sind wir zum nächsten Bahnhof gelaufen, da wir von dort aus nach Akihabara wollten. Denn mittlerweile hatten wir herausgefunden, dass die Covercharge im Robot Restaurant 8000¥ betrug und irgendwie hatten wir keine Lust, die zu bezahlen. Also hatten wir uns einen neuen Plan geschmiedet, der daraus bestand erst nach Akihabara zu fahren und dann abends in Shin-Okubo Curry essen zu gehen. In der „Electric town“ angekommen sind wir ein bisschen rumgelaufen und sind in ein paar Läden gegangen. Da Nicole die erste ist, die wieder nach Haiuse fliegt und ich auch nicht mehr so lange hier bin, endete es irgendwie darin, dass wir in irgendwelchen Souvenierläden Mitbringsel und Geschenke kauften. Nachdem wir dann gefüllte Einkaufstüten hatten und an einem Stand mit takoyaki kurz pause machten. Stellte Nicole fest, dass Caro eigentlich dazustoßen wollte und sie sie ganz vergessen hatte. Also hat sie ihr kurzerhand geschrieben, was jetzt aber auch kein großes Problem darstellte, da sie sowieso noch nicht losgeh-bereit war. Nicole und ich haben dan unsere Shoppingtour weitergeführt, bis Caro kam. Dann sind wir weiter zu dritt. Da es dann aber auch schon abends wurde und Caro Lust auf Sushi hatte, sind wir, anstatt nach Shin-Okubo zu fahren in Akihabara geblieben und haben uns eine Suhibar gesucht. In der Nähe des Bahnhofs haben wir dann auch eine gefunden und dort Abendbrot gegessen. Anschließend sind wir weiter durch Die Stadt gelaufen, bis wir irgendwann in Ueno ankamen. Da wir uns die ganze Zeit schon eher deep unterhalten haben, sind wir dann zu der Treppe wo Nicole und ich beim letzten Mal waren, haben uns da hingesetzt und die Diskussionen weiter geführt, bis dann Nicole nach Hause wollte, da ihr a kalt war und b es auch schon spät war. Crao und ich sind noch kurz geblieben, aber einen kurzen Moment später dann auch nach Hause gefahren.