day 138 [16.06.]

Für heute hatte ich mich mit Marie verabredet. Der eigentliche Plan war mal gewesen, ins Teamlab (eine Art Special Effect Museum) zu gehen, jedoch muss man dafür Karten vorbestellen und für den heutigen Tag waren wir da schon zu spät gewesen. Also hatten wir uns für den Besuch in einem Themenreaturant enschieden. Da ich da seit fast meiner Ankunft in Japan hinwollte, haben wir uns für das „The Lockup“ enschieden, welches das Thema „Gefängnis“ hatte. Die Idee hatte ich von einem Vlog von einem Youtuber, der war zwar in einer anderen Bar, aber die hat mittlerweile geschlossen, trotzdem soll es wohl ziemlich ähnlich sein. Da wir da natürlich erst nachmittags hin sind, hatte ich den Vormittag Zeit noch ein bisschen „produktiv“ zu sein und konnte mir viel Zeit für mein Make-up lassen. als ich dann fertig mit meinem eher Lolita-ähnlichem Make-up war, bin ich los auf nach Shinjuku. Dort angekommen war ich etwas früher da als Marie, da ich vor der verabredeten Zeit angekommen bin und die sich etwas verspätet hat. Also hab ich im Schatten irgendeines Gebäudes in der Nähe der Station gewartet. Mittlerweile sind es ja in Tokyo tagüber immer um die 30ºC, aber trotzdem tragen fast alle Japaner lange Sachen. Die Vermutung, dass sie kein Temperaturempfinden haben, bestärkt sich immer mehr. Sich mit Marie zusammenzufinden war gar nicht so einfach, da der Shinjukubahnhof ercht groß und überfüllt ist und zudem auch noch eine Milliarde Ausgänge hat. Aber nach einer Weile haben wir es geschafft, uns zu finden. Zusammen sind wir dann Richtung Restaurant gelaufen, welches etwas versteckt im vierten Stock eines Gebäudes lag. Mit dem Fahrstuhl sind wir dann hochgefahren und als sich die Türen dieses öffneten, befanden wir uns in einem stockdunklem Flur, der eher nach Horrorhaus als Gaststätte aussah. Etwas skeptisch sind wir ausgestiegen und wussten erstmal nicht ganz wohin. lag halt auch einfach daran, dass der Weg in der Dunkelheit etwas schwer zu erkennen war. Vorsichtig haben wir uns dann in die Richtung vorgetastet, in der es am ehesten so aussah, als würde es da lang gehen und tatsächlich standen wir kurz darauf vor einer suspekt aussehenden Treppe, welche ein Stockwerk tiefer führte, aber immerhin als Eingang gekennzeichnet war. Immer noch etwas vorsichtig sind wir diese dann runter gegangen und kamen unten in einen etwas besseren beleuchteten Bereich, wo man zum Glück auch schon die Kasse des Restaurants war. Wir sind dann also da hin und haben nach einem Tisch für zwei Personen gefragt. Daraufhin kam dann der Angestellte (in Polizeiunform) hinter dem Tresen hervor, legte Marie in Handschellen und führte uns durch einen langen Gang mmit links und rechts Zellentüren, ehe er vor einer stehen blieb, Marie von den Handschellen befreite und uns beide andeutete, reinzugehen, was wir natürlich auch taten. So saßen wir dann in unserer Zelle und konnten uns mittels Tablet Essen bestellen. Leider war es für die Handykameras zu dunkel, weshalb man keine guten Fotos machen konnte.

Aber das war der Blick, den wir von unserer Zelle, in der wir nun saßen, hatten. Während wir dann so am aussuchen waren, gingen plötzlich die Lichter aus und ein Alarm an. Auch das Tablet war nicht mehr benutzbar und zeigte eine Warnung an. Zudem hörte man Geschrei und andere komisch enicht zuordbare Geräusche. Etwas verwirrt und scared haben Marie und ich eine ganze Weile in unserer Zelle gewartet, bis plötzlich irgendetwas unsere Zellentür aufriss (wodurch ich mich mächtig erschreckt habe) laut brüllend reinkam, uns beide kurz musterte (fast als würde er/sie/es sicher gehen, dass wir jetzt keinen Herzinfarkt bekommen wurden), uns doch äußerst sanft mit einem Gummihammer auf den Kopf haute und wieder verschwand. Danach war ich erstmal fertig und brauchte eine Weile, um mich von diesem Shock zu erholen. In Ruhe haben wir dann unsere Getränke und etwas zu Essen bestellt und gewartet, bis dieses kam. Nahc kurzer Zeit kam es dann auch. Gerade die Getränke waren natürlich auch themenmäßig angepasst und so befand sich in Maries Glas ein Auge, während meines in einem Rundkolben kam. Das Essen und die Getränke waren jetzt nichts besonderes, aber halt auch nicht schlecht. Man geht ja sowieso eher wegen dem feeling und der Atmosphäre dahin, die schon ziemlich cool war. Auch wenn ich den Rest der Zeit leichte Paras schob, dass wieder so ein „Ausbruch“ stattfindet. Es kam aber keiner mehr und so konnten wir die restliche Zeit in Ruhe genießen. Da wir ja nicht so spät dort hin gegangen waren, hatten wir danach noch etwas Zeit und auch Lust noch etwas kleines zu unternehmen. Also haben wir uns in die Bahn gesetzt und sind zum nächstliegenden Pokecenter gefahren. Ich war ja schon mal in einem, aber da hatte ja meine Kreditkarte gestreikt, weshalb ich nichts kaufen konnte und dass musste ich noch nachholen. Dort haben wir dann einen kurzen Moment verbracht und auch einiges an Geld gelassen. Danach sind wir aber nach Hause gefahren.

Hinterlasse einen Kommentar