Ziemlich früh bin ich aus dem Tiefschlaf raus in einem Halbschlaf gewechselt, zu müde, um wirklich wach zu sein, aber zu wach, um zu schlafen. Also endete es darin, dass ich zwischen 4 Uhr morgens und 7 Uhr morgens mich quasi nur von einer Seite auf die andere gedreht habe, in der Hoffung, wieder eine bequeme Schlafposition zu finden, in der ich weiterhschlafen konnte. aber irgendwann hab ich dass dann aufgegeben, auch, weil wir bald da waren. An der Tokyo Station angekommen musste ich dann aussteigen und damit war ich dann angekommen in Tokyo… welcome back. Das erste was ich gemacht habe, war ein Bad aufzusuchen. Theoretisch ja nicht so schwer an einem Bahnhof hier, praktisch aber irgendwie schon, weshalb ich dann erst Mal fünf Mal im Kreis über den nebenbei bemerkt ziemlich großen Bahnhof, gerannt bin, ehe ich dann eines gefunden hab. Im Bad hab ich mich ein bisschen frisch gemacht, um nicht ganz so zerstört auszusehen. Denn ich hatte noch ein paar DInge zu erledigen oder besser gesagt eine. Bevor ich nämlich in meine neue Unterkuft ziehen konnte musste ich erst einmal in deren Büro in Shinjuku aufkreuzen um den ganzen Papierkram zu erledigen. Alsobin ich dann wieder raus aus dem Bahnhof um zur nächsten Station zu laufen, um von dort aus dann nach Shinjuku zu fahren. Dort angekommen stand ich vielleicht ne ein paar Sekunden draußen rum, einfach um mich mittels maps kurz zu sortieren, wo ich lang muss, als auch schon ein Japaner ankam und mich gefragt hat, wo ich denn hin möchte. ich hab ihm daraufhin die location auf dem Karte gezeigt und nachdem er sich kurz auf der Karte orientiert hatte, hat er mir auch schon die Richtung gezeigt. Gut, danke. Ich bin dann also los und er in die gleiche Richtung, bis ich irgendwann gecheckt habe, dass er mich jetzt dorthin bringt. Also wenn man mich fragt, wäre das absolut nicht nötig gewesen, aber für ihn anscheinend schon. Uns halb auf Japanisch, halb auf Englisch unterhaltend sind wir dann also zu meinem Ziel gelaufen und dort auch ohne Probleme angekommen. Dort hat er mich dann (endlich) alleine gelassen und ich bin hoch zum Office, wo ich nach kurzem verwirrtem Rumstehen auch schon von einem Mitarbeiter empfangen wurde. Dann wurde ich eingewiesen in die ganzen Regeln im Haus, durfte haufenweise Dinge unterschreiben und die Miete bezahlen. Eine gute Stunde später waren wir damit fertig und ich wurde entlassen und konnte mich endlich auf den Weg zu meiner Unterkuft machen. Dafür durfte ich natürlich schön erneut durch den morgentlichen Berufsverkehr fahren. Denn auch wenn es sich für mich wie Nachmittag anfühlte, war es in Realität gerade mal 10 Uhr morgens war. Die Unterkunft liegt ja schon ein bisschen außerhalb von Tokyo und da fährt einfach nicht mal mehr die normalen Bahnen hin, sondern nur ein so’n komischer einwaggoniger Liner, der für eine tokyoter Bahn mir viel zu klein vorkommt. Aber dafür ist es hier ziemlich ruhig und entspannt. Direkt neben der Unterkuft ist auch ein Supermarkt und der nächte Konbini ist natürlich auch nicht weit. In der Unterkunft bin ich bei meiner Ankuft niemaden begegnet, aber der erste Eindruck war ziemlich gut. Alles wirkte sauber und eingetlich modern, was schonmal viel besser ist, als bei einigen anderen Sharehäusern. Müde wie ich war hab ich aber erstmal nur alles kurz unter die Lupe genommen, ehe ich dann meinem Koffer unausgepackt abgellt habe und mich erstmal hingelegt habe, um den Schlaf von letzter Nacht nachzuholen. Ausgepackt und einsortiert wird dann entweder später oder morgen.
Nachdem ich tatsächlich etwas geschlafen hatte, hab ich erst mal Nicole geschrieben, weil wir uns diesen Abend noch treffen wollten. Wir haben dann eine Zeit und Ort ausgemacht und nach kurzer Wartezeit bin ich dan auch dorthin aufgebrochen. Beim Losgehen bin ich auch das erste Mal jemanden begenet und zwar der Person, die unter mir schläft. Zur Erklärung: in dem Guesthouse wo ich jetzt bis zum Ende hier wohne gibt es zwei Etagen, wobei die obere komplett belegt ist und ich daher im Erdgeschoss wohne. Dort gibt es zwei Räume mit jeweils 16 Betten, drei Bäder und eine Küche. Die Betten sind jeweils Doppelstockbetten, wobei aber jeder Bett mit einem Vorhang abgegrenzt werde kann, weshalb man sich dort auch ziemlich gut zurückziehen kann und obwohl ich ja in einem 16-Bett-Raum schlafe, bekommt man davon fast gar nichts mit, abgesehen davon sind auch nicht alle Betten belegt. Ich bin wie gesagt los und nach Ueno gefahren, wo ich mich mit Nicole getroffen habe, da sie dort noch nicht war und das ziemlich in der Mitte von uns lag. Zusammen sind wir dann zuerst zur Ameyoko-street, wo wir uns einem übel geilen Crepe geholt haben. Anschließend sind wir ein bisschen durch das Stadtviertel gelaufen und kamen dabei irgendwie in die Stripclubecke, wo wir uns ziemlich fehl am Platz fühlten und daher da auch schnell wieder verschwunden sind. Weiter sind wir dann auf die Suche nach einem Restaurant gegangen um etwas noch etwas richtiges zu essen. Wir haben dann uns auch irgendwann für eines entschieden und haben uns dort etwas zu essen bestellt. Im Prinzip gab es in diesem Restaurant nur Reisschalen mit diversen Fleisch, aber es war einfach so unfassbar lecker. Nachdem wir dann viel zu voll waren, sind wir erneut einfach nur ein bisschen rum gelaufen und haben uns dabei ein bisschen unterhalten.

Nicole ist ja diejenige, die von der Truppe mit der ich hier her geflogen bin, am frühsten wieder zurückfliegt (am 03.07.), nach ihr komme dann ich. Es war daher ziemlich angenehm, in diesem Punkt auf jemaden zu treffen, der ähnliche Ansichten hat. Den die anderen aollen natürlich alle noch länger hier bleiben und das kann ich ihnen auch überhaupt nicht verübeln. Irgendwann ist Nicole aber auch müde geworden (sie muss ja auch morgen früh arbeiten), weshalb wir uns getrennt haben und jeder nach Hause gefahren ist. Wieder im Sharehouse angekommen kam ich schon nach der Nachtruhe Zeit an und tatsächlich war es ultra leise im Haus. Das bin ich gar nicht aus Sharehäusern gewohnt. Deshalb habe ich mich auch leise nachtfertig gemacht und bin ins Bett gegangen.