day 134 [12.06.]

Hibbelig und aufgeregt bin ich heute morgen dann nach dem Weckerklingeln aufgestanden. Wach geworden war ich zwischendurch schon vorher, als die anderen zur Arbeit gefahren sind. Danach bin ich aber wieder halbwegs eingeschlafen, so dass ich mir im Nachhinein sogar gar nicht mehr sicher war, ob ich denn überhaupt wach geworden war oder sogar auf die Uhr geschaut habe. Jedenfalls bin ich dann runter in die Küche und hab erstmal angefangen, meine restlichen Lebensmittel zu verarbeiten, um danach den übrig gebliebenen Rest, der nicht fürs Bento gepasst hat, zum Frühstück zu essen. Anschließend hab ich erneut ein bisschen die Küche aufgeräumt, weil gestern nach der Party doch einiges wieder unordentlich war. Das hat natürlich nicht ganu so lange wir gestern gedauert und danach hab ich mich an das finale packen meines Koffers gesetzt, um anschließend mein Zimmer fertig machen zu können, also sprich Bett abziehen, dieses stapeln und anschließend alles einmal saugen. Aber auch das hat nicht so lange gedauert und gut eine Stunde vor Abreisezeit war ich fertig. Bis dahin hab ich auch noch niemand von den anderen gesehen. Ich hab mich dann wieder in die Küche gesetzt, um in das Abschlussbuch etwas reinzuschreiben. Wir haben hier so ein Notizbuch rumliegen, un welches jeder der geht etwas reinschreibt. Da ich jetzt keine große Rede auf Japanisch schwingen konnte, hab ich einfach die Hälfte der Seite mit einer Zeichnung geschmückt, einmal groß „Danke“ auf Japanisch rüber geschrieben und dazu noch drei Sätze auf Englisch. Darunter hab ich dann noch eines der „misslungenen“ Bilder von gestern eingeklebt. Während ich damit beschäftigt war kamen auch Henrik und Anni in die Küche und haben sich ebenfalls frühstück gemacht. Für mich war es ja eher schon Mittagszeit, aber ich war so aufgeregt, dass ich nichts runterbekommen habe. Stattdessen hab ich auf die Rückseite meiner Abschlussseite angefangen das Brotrezept übersetzt niederzuschreiben. Einmal detailliert auf Englisch und etwas einfacher gehalten mit einigen Illustrationen auf Japanisch. Als ich damit fertig war, haben die anderen auch ihr Frühstück fast beendet gehabt und ich saß wieder rum und hatte nichts zu tun, außer warten. Was dann dazu führte, dass ich eher hibbelig und nervös in der Küche rumtigerte, bis die beiden dann endlich auch fertig waren und wir aufbrechen konnten. Zusammen haben wir meinen Koffer verladen und sind zum Bahnhof in Sukumo gefahren. Dort war dann erstmal die Hürde Ticket kaufen angesagt. Als erstes haben wir versucht, die Tickets einzeln zu kaufen (von Sukumo nach Nakamura, von Nakamura nach Kochi und von Kochi nach Okayama), nachdem wir es aber geschafft hatten das erste Ticket zu kaufen und am zweiten hängen blieben. kam dann schon eine Bahnangestellte an und hat uns da weiter geholfen. Sie hat mir dann mein grade eben gekauftes Ticket wieder abgenommen und es gegen die Tickets nach Kochi ausgetauscht, weil, wir ihr gesagt haben, dass ich nach Kochi möchte. Da das ja allerdings nicht meine Endhaltestelle war, sind wir dann noch mal zu ihr und haben die Tickets wieder gegen die nach Okayama eingetauscht. Das waren dann auch die Tickets, wie ich sie gewohnt war (vom Ausehen her). Danach hat sich dann auch schon Henrik von mir verabschiedet und ist zurück zum Auto gegangen, Anni nlieb aber noch etwas länger, da ich immer noch ein bisschen Zeit hatte, bis die Bahn fuhr. Aber auch da hieß es irgendwann Abschied nehmen und nach einer langen Umarmung bin ich nach zum Gleiß hoch und hab Anni führ eine ganze Zeit lang zurück gelassen. Denn ab jetzt war ich auf mich alleine gestellt. Erstaunlicher Weise hat sich die Aufregung aber gelegt und wurde eher mit einer seltsamen ruhigen Vorfreude ausgetauscht. Ganz alleine saß ich dann im Zug und hab die Fahrt genossen.

Ich werde die Berge, die Felder, das Meer und alles, was das ländliche Leben hier ausmacht ganz schön vermissen in Tokyo. Der rest der Fahrt lief zum Glück ziemlich problemlos und damit entspannt ab. Selbst das Umsteigen war überhaupt kein Problem. Lediglich in Okayama war ich kurz lost, weil ich die Bushaltestelle nicht gefunden habe. Ich hab dann allerdings nachgefragt und so den Weg gefunden zur der Haltestelle, wo mein Nachtbus abgefahren ist. Nach fast zwei Stunden warten kam dieser auch und auch hier hat das einchecken ohne Probleme geklappt. Ich glaube, ich hatte noch nie so eine problemlose Reise hier. Im Nachtbus sind dann nach zwei Stunden Fahrt auch die Lichter ausgegangen und da ich sowieso ziemlich müde war und morgen noch einiges ansteht, hab ich versucht zu schlafen und bin tatsächlich irgendwann weggedriftet.

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