day 105 [14.06.]

Nach dem ich heute aufgestanden und runter gegangen bin, teilte mir Anni mit, dass sie ja noch darauf wartet, dass die Nachricht kommt, dass wir heute frei haben. Als ich sie dann fragte, wie sie darauf kommt meinte sie, dass es regnet und wir da ja keine Blüten bestäuben können. Ein Blick nach draußen bestätigte es mir, dass es regnete. Trotzdem bin ich natürlich meiner Morgenroutine gefolgt und letzendlich sind wir auch zur Arbeit gefahren. Dort stellte sich dann raus, dass wir heute drinnen arbeiten, da wir ja hanatsuke nicht im Regen machen können, auch wenn es der letzte Tag gewesen wär. Deshalb haben wir heute schon mit den Aufgaben für die nächsten Tage danach angefagen, da es auch die ganze Woche lang regnen soll. Die heutige Aufgabe bestand daraus, die Konmatsus nach Größe zu sortieren. Dabei wurde zwischen 大 („dai“=groß) und 小 („shou“=klein) unterschieden. In Zweiergruppen haben wir dann zusammengearbeitet,  mein Partner war Taro-san. Alle standen an einer Art langen Tafel und in der Mitte waren die Körbe mit den unsortierten Früchten, welche dann zur Seite in weitere Kisten sortiert wurden. Wenn eine sortierte Kiste voll war, wurde die auf eine Palette gestapelt. Am Anfang war ich auf der Seite, mit den Paletten, aber da die Japaner Angst hatten, dass ich die Kisten nicht bis zur 6. Etage auf die Paletten gestapelt bekommen würde, hab ich dann mit Taro-san die Seiten gewechelt und nun zuständig, neue Kisten mit Früchten ranzuholen, wenn unsere leer sortiert war. Als Orientierung hatten wir eine Maßfrucht gegeben und alles, was größer war, galt als groß. Am Anfng haben wir noch jede Frucht einzeln mit dieser verglichen, sind aber ziemlich schnell davon abgekommen und haben nach Gefühl sortiert. Ich hab mich heute morgen schon irgendwie so zugeschwollen gefühlt und war den ganzen Tag auch nicht wirklich auf der Höhe. Ich will gar nicht wissen, wir oft ich die Kisten vertauscht habe, nur um dann kurz darauf entnervt die falsch sortierten Konmatsus wieder rauszufischen und neu zu sortieren. Auch waren am Anfang die Kisten sehr tief, weshalb sich dann ziemlich schnell mein Rücken meldete. Zum Glück ist Taro-san auch nicht grade klein, so dass wir in der ersten Pause Paletten drunter gestellt haben um alles ein bisschen anzuheben. Da aber die Ränder der Kisten relatov hoch sind, musste man dann immer mit hochgezogenen Schultern dazustehen, um noch an den Kisteninhalt ranzukommen. Also auch keine optimale Lösung. Der Tag ging heute gefühlt viel langsamer vorbei als die letzten, was wahrscheinlich auch daran lag, dass wir nirgendwo hin fahren mussten und somit wirklich mehr Zeit gearbeitet haben.

Ich hab jetzt übringens ne zeitliche Social Media Begrenzung auf meinem Handy eingestellt, mal sehen wie sich das so auf meinen Tag auswirkt…

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