day 89 [28.04.]

Wie eigentlich immer bin ich vor Anni augestanden.  Sie hatte mir schon am Vorabend erzählt, dass sie heute einen Yoga-kurs von einer deutschen Freundin ihrer Mutter hier in Hiroshima besuchen wollte. Deshalb kam es auch nicht ganz so überraschend, dass sie gegangen ist. Jedenfalls war ich dann für ungefähr zwei Stunden alleine zuhause. Die Zeit hab ich genutzt um mein Koffer etwas weiter zu packen (soweit wie eigentlich möglich) und meine Lebensmittel wie üblich zu verbraten, damit ich so wenig wie möglich mitnehmen muss. Umziehen hier ist für mich immer noch nicht einfach. Es ist einfach ein seltsames Gefühl, alle seine Sachen zusammenzupacken und dann ohne Rücksicherung aufzubrechen, an „unbekannte“ Orte. Nachdem ich mit meinem Kram auch soweit fertig war, kam dann Anni wieder und wir haben den Plan für das Kino geschmiedet, denn heute wollten wir dann endlich Endgame sehen. Wir hatten zwei Spielzeiten zur Auswahl: 17 Uhr und 20:30 Uhr, wobei die spätere Spielzeit fast das doppelte weniger Kosten würde, wegen einem komischen Rabatt nach 19:30 Uhr aber womit wir nur mit Glück noch die letzt Bahn erwischt hätten. Da wir vri unserer Abreise jetzt nicht auf so ein spät abendes Risiko gehen wollte, haben wir uns für die frühere Vorstellung entschieden. Die Ticktets haben wir dann auch schon online gekauft, da ich nicht wusste,m wie sehr hier der Andrang sein wird. Und auf scheiß Sitzplätze oder sogar umsonst hin zu fahren, kann ich gut verzichten. Da wir noch ein letztes Mal bei dem netten Typen Okonomiyaki essen wollten, sind wir dann auch sofort los, da wir nicht mehr so viel Zeit hatten. Bloß als wir dann an dem Laden ankamen stellten wir fest, dass dieser zu hatte. Also sind wir enttäuscht zum Bahnhof gelaufen, und nach Hiroshima gefahren, um uns dort etwas zu Essen zu suchen. Nachdem wir ein ppar Möglichkeiten inspiziert hatten, wurden wir dann quasi magisch von einem Waffelstand angezogen und haben den Plan, etwas richtiges zu essen verworfen. Trotzdem sind wir danach noch zum Lawson (einem Konbini) um etwas herzhaftes zu holen. Bloß leider hatte die Essenssuche ein bisschen mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, weshalb wir dann mit Bus fahren wollten, da wir es zu Fuß nicht mehr rechtzeitig geschafft hätten. Aber leider haben wir wahrscheinlich den einzigen Bus in Japan erwischt, der nicht pünktlich kam, weshalb wir dann auch zu spät zum Filmbeginn kamen und uns voll unhöflich durch die Reihen quetschen mussten, um zu unserern Sitzplätzen zu gelangen. Ich hab mit übringens auch Popcorn geholt (weil muss sein im Kino) und hier konnte man zwischen den Geschmacksrichtungen Salz, Butter (that’s what I’ve taken) und Sojasoße auswählen. Der Film war natürlich im Originalton mit japanischen Untertiteln, von denen ich bis auf die Namen nichts verstanden habe. Zum Film möchte ich jetzt natürlich nicht so viel sagen, aber die 3 Stunden waren sehr schnell vorbei.

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