
Heute haben wir es dann auch mal tatsächlich geschafft nach unseren morgentlichen Aktivitäten noch rechtzeitig das Haus zu verlassen um nach Hiroshima zu fahren. an der Station angekommen sind wir erst mal zum Ticketschalter, um unsere Bahntickets nach Sukumo zu kaufen. Am Schalter haben wir uns auch ziemlich gut verständigt bekommen und exakt die Tickets für die Route bekommen, die wir uns vorher per google maps rausgesucht hatten. Diese schloss ein den Shinkansen, und zwei weitere Bahnen nach Nakamura. Von Nakamura nach Sukumo müssen wir dann noch mit einer kleinen regionalen Bahn, wo wir von hier aus nicht die Tickets kaufen können. Nachdem wir unsere Route dem Bahnangestellten mitsamt Zeiten und co. gesagt haben, hat der erstmal ungelogen 10 Minuten lang auf seinem Computer rumgetippt. Wir haben uns schon gefragt, was er so lange da macht. Jedenfalls haben wir jetzt die Tickets für unsere Weiterfahrt und das ist schon ein kleines bisschen befriedigend, denn das bedeutet weniger Stress für uns (nicht so wie bei der letzten Reise mit Bahn, wo wir die Ticktes immer während des Umsteigens gekauft haben…). Wir fahren diesmal nicht mit Nachtbus, da unsere Route so abseits der Hauptreiserouten liegt, dass es mir Bus viel komplizierter, länger und nicht mal billiger wäre. Zumal man immer noch den Größteil mit Bahn fahren müsste, da dort keine Busse fahren und die Busse die fahren, muss man dann auf irgendwelchen komplett japanischen Seiten vorbuchen. Nein danke, da fahren wir lieber umkomlizierter mit Bahn. Glücklich mit unseren fancy Ticktes (ich find die Bahntickets hier wirklich schön) sind wir dann mittels Straßenbahn, da es geregnet hat und wir nicht im Regen laufen wollten, zur Hondori street gefahren. Das ist hier so die größte Einkaufstraße, welche sich in der Nähe des peace memorial park befindet. Anni wollte nämlich zum Friseur gehen und hatte von Asahi (der Freundin von Lewin) dort einen empfohlen bekommen. Also sind wir einmal die Hondori rauf und runter, haben den eigentlichen laden nicht gefunden, aber dafür die Preise der Friseure dort verglichen und sind dann in den Billigsten rein. Dort hat dann Anni, die schon ein bisschen aufgeregt war, die Haare geschnitten bekommen, während ich gewartet habe. Als wir den Laden betreten haben, hat die eine Friseuse natürlich erst mal meine Haare bestaunt. Nach ca. einer halben Stunde waren wir dann fertig und sind raus. Anni hatte sich wegen dem Sommer hier die Haare kurz schneiden lassen. Ich werde meine aber bestimmt nicht abschneiden. Das einzige was mittlerweile zu lang ist, ist mein Pony, aber auch den schneide ich erstmal nicht kurz, damit ich den auf der Farm aus dem Gesicht flechten kann und mir nicht die Haare im Weg hängen. Da mein Pony jetzt schon zu lang ist, muss ich dass jetzt schon machen, oder er hängt mir halt komplett über die Augen. Jedenfalls wollten wir ja eigentllich noch ins Museum gehen, da allerdings die Zeit aufgrund der etwas längeren Suche nach einem Friseur etwas fortgeschritten war, entschieden wir uns doch dagegen. Stattdessen sind wir eine Kleinigkeit essen gegangen und haben auf dem Rückweg nach einem omiyage für die Vermieterin gesucht. Hier in Japan ist es üblich (wenn nicht sogar ne unausgesprochende Pflicht), wenn man verreist oder wo hin fährt, omiyage, also Souvenirs, mitzubringen. Meistens ist das tatsächlich Essen, wie lokale Spezialitäten. Deshalb ist zum Beispiel an der Hiroshima Station jeder zweite Laden ein omiyage-Laden, wo man größtenteils Meyajimacake abgepackt und in schönen Kartons zum verschenken bekommt. Wir haben uns dann für eine Zitronenkuchen entschieden, der zwar teuer war, aber sehr ansprechend aussah, als dank dafür, dass sie uns bei sich wohnen lassen hat, da wir ja nichts aus Tokyo mitgebracht haben. Morgen wollen wir auch noch was für Lewin holen, der ja auch bald abreist. Später wieder zuhause, sind wir dann noch kurz beim 7Eleven vorbeigegangen. Der liegt von uns aus gesehen auf der anderen Seite der Bahnschienen und wir haben beschlossen, nächstes Mal erst nach 0 Uhr zu gehen, da jedes mal wenn wir über den Bahnübergang wollen, die Schranken unten sind. Da nach 0 Uhr hier ja deutlich weniger Züge fahren, wäre somit also die Wahrscheinlichkeit, dass die Schranken unten sind, deutlich geringer.