day 69 [08.04.]

Um 11 Uhr mussten wir heute auschecken, also haben wir gemütlich gefrühstückt und unsere Restsachen zusammenpacken. Dabei hat sich Anni ein bisschen mehr Zeit gelassen, so dass wir unser Zimmer nicht ganz 11 Uhr verlassen haben und die Putzfrau sogar schon gefragt hat, wann wir denn gehen. Dann standen wir nur noch vor einem Problem, wir hatten halt ziemlich viel Gepäck, wo wir keine List drau hatten, das ganze durch halb Tokyo zum Büro von WU! zu schleppen. Also haben wir die Vermieterin angeschrieben, ob wir ein Teil unseres Gepäckes im Sharehouse lassen können und es erst später wieder abzuholen. Zum Glück meinte sie, dass das kein Problem darstellt und so sind wir nur mit der Hälfte unseres Gepcäkes nach Kiba gefahren. Lediglich auf die Frage, wo genau wir unsere Koffer denn stehen lassen sollen, hat sie uns nicht mehr geantwortet. Also haben wir sie einfach am Rand im Flur stehen gelassen. In Kiba angekommen waren wir dann viel zu früh am Sharehouse, da das Büro erst um 14 Uhr aufmachte. Da wir keim Bock hatten unser Gepäck die Treppen dort hochzutragen, nur um sie nachher wieder runter zu tragen haben wir es vorm Sharehouse stehen gelassen und sind ohne rein. Nicole war zu der Zeit grade da und da ich mir sowieso noch etwas von ihr abholen musste, haben wir einfach die Zeit mit ihr im Sharehouse gechillt. Dabei hat sie uns noch ein bisschen mehr gezeigt, als das, was wir bisher kannten. Das Sharehouse dort ist von der Einrichtung her echt klasse. Alles ist ziemlich modern und sauber. Lediglich die Leute dort sind nicht ganz so toll. Denn dort wohnen alle auf engeren Raum, die Räum sind meißtens 8-Bett-Zimmer und die Bewohner sind dafür bekannt, gerne mal laut Party zu feiern. Ist natürlich nichts für jemanden, der gerne mal seine Ruhe hat, also sprich mich. Während wir dann gewartet haben das die Nudeln kochen, Nicole hat gerade Mittag gemacht, war es dann kurz vor 14 Uhr und wir sind wieder runter gegangen, um unser Gepäck möglichst zeitig zu verstauen. Nachdem wir das gemacht haben, sind wir wieder zu Nicole, haben dort ein bisschen mitgegessen und sind anschließend wieder zum Sharehouse in Itabashi gefahren. Dort haben wir dann unser Gepäck aufgeladen und sind erneut zum Bahnhof gelaufen. Da wir aber dort noch genügend Zeit hatten, bis wir nach Yokohama mussten, haben wir uns erstmal auf den Bänken auf dem Bahnhof breit gemacht und ein Teil unseres Essens gegessen. Denn hier eine Bank zum sitzen zu finden ist außerhalb der Bahnhöfe quasi unmöglich. Vielleicht ist es nicht üblich, sich dort hinzusetzten für längere Zeit, aber das war uns egal. Nach ca. einer Stunde haben wir uns dann aber auf den Weg nach Yokohama gemacht, wo unser Bus abfahren sollte. Diesmal hatten wir es ja geschafft, Tickets für einen Nachtbus zu buchen. In Yokohama angekommen mussten wir erst mal kurz unsere Haltestelle suchen, aber haben sie auch irgendwann gefunden. Dort hatten wir aber immer noch ungefähr zwei Stunden, ehe unser Bus abfuhr. Die Zeit haben wir dann wieder damit verbracht, etwas von Annis Essen zu vernichten. Es war einfach unglaublich, wie viele Snacks sie jederzeit aus irgendeiner Tasche heraus zauberte. Das Wetter war übringens nieselig. Wir haben aber auch immer Glück mit unserem Reisewetter. Irgendwann hat Anni sogar Fertigramen rausgeholt, denn wir dan trocken gegessen haben… ja war geil. Eigentlich sollten wir ja 15 Minuten vor Abfahrt boarden, funktioniert aber bloß nicht, wenn der Bus erst 7 Minuten eher da ist. Wir haben dann unsere Koffer unten im Bus verstauen lassen und unsere Rucksäcke mit nach oben genommen. Der Bus selber hatte drei Sitze pro Sitzreihe, welche jeweils mit einem kleinen Zwischenraum voneinander getrennt waren, so dass es eher wie Einzelplätze wirkte. Zusätzlich hatte jeder Sitz noch einen eigenen Vorhang, welchen man um sich ziehen konnte, um sich nich mehr abzuschirmen. Wir wurden dann auch die Plätze ganz hinten verwiesen, damit wir (bzw. hauptsächlich Anni) die großen Rucksäcke hinter uns stellen konnten, ohne jemanden damit zu belästigen.

Rausgucken konnte man während der Fahrt leider nicht, da auch die Fenster mit blickdichten Vorhängen ausgestattet waren. Nachdem ich dann mein Abendessen gegessen hatte, wollte ich eigentlich etwas Block schreiben oder Serien gucken, da ich ja normaler Weise im Bus nicht schlafen kann. Ich war jedoch so müde, dass ich das dann doch mit dem Schlafen probiert habe. Das hat auch halbwegs gut geklappt. Das einzige Problem war die Sitzheizung, die einfach viel zu heiß eingestellt war und die man natürlich manuell nicht runtergeregelt bekam. Da wurde einem einfach der Hintern weggebrannt. Irgenwann hab ich alles mögliche ausgezogen, saß also nur noch in Hotpans und Tshirt da, aber hab mich trotzdem halb zu Tode geschwitzt. Die Lösung die halbwegs geholfen hat, war die Decke die eigentlich zum zudecken gedacht war auf den Sitz zu legen, um mich wenigstens etwas von dem Sitzgrill zu isolieren. Die restlichen 12 Stunden Fahrt hab ich dann eher im Halbschlaf verbracht, zu müde um wachzubleiben, aber zu wach um zu schlafen.

 

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