
Eigentlich hätte ich ja heute ausschlafen können, praktisch wurde ich jedoch von irgendjemanden geweckt, der der Meinung war noch vor 8 Uhr Staubsaugen zu müssen. Denn als ich auf die Uhr geguckt habe, als das Staubsaugen endlich vorbei war, war es gerade mal 7:54 Uhr. Trotzdem war ich relativ wach und bin nach einiger Zeit im Bett rum liegen auch aufgestanden, hab gefrühstückt, Wäsche gewaschen und noch ein paar anderer kleiner Dinge gemacht. Kenzei-san ist heute abgereist und hat deshalb in der Früh auch schon geputzt. Zum Abschied hat er Snacks wie jeder andere und Alhohol dagelassen. Gegen späten Vormittag hat mich dann Anni gefragt, ob nicht mit ihr und Henrik spazieren gehen wollte. Natürlich hatte ich da Lust drauf und so sind wir dann kurz darauf auch losgelaufen. Im Gegensatz zu unserem letzten Spaziergang, wo wir Richtung Meer gelaufen sind, sind wir diesmal in die andere Richtung, zu den Bergen und Plantagen gelaufen. Es war zwar leicht bewöklt, aber trotzdem angenehm warm und schön. So sind wir dann auf den kleinen geteerten Straßen entlang gelaufen, die sich neben den überall hier befindlichen kleine Flüssen die Berge hochschlängelten. Entspannt ging es dann immer höher und höher und während auf der einen Seite von uns neben der Straße es ziemlich weit runter ging, war auf der anderen Seite meist eine Erd- oder Steinwand. Manchmal hingen die Bäumer auf der einen Seite sogar so über die Straße, dass man unter den überhängenden Ästen sich mehr wir in einem luftigen Blättertunnel gefühlt hat. An den meisten Abzweigungen entschieden wir spontan, in welcher Richtung wir weiter laufen. Irgendwann sind wir dann in einer Kurve an einem ziemlich beeindruckenden, aber kleinen, Bambuswäldchen angekommen. Das war das erste Mal, dass ich Bambus in dieser Größe gesehen hab. Nach einigen Fotos sind wir dann weiter, die Hügel immer Höher, während die Aussicht immer eindrucksvoller wurde. An der nächsten Kreuzung überlegten wir kurz, wo wir langlaufen sollten, sahen aber entlang der einen Straße etwas weiter weg einen kleinen Staudamm, zu dem wir dann wollten. Nach kurzer Zeit sind wir dann auch dort angekommen und sind natürlich auf den Damm rauf. Es war nur ein kleiner, aber trotzdem war ein ein kleines bisschen aufregend und von einem mulmigen Gefühl begleitet, als wir dann auf dem nicht gerade breitem Damm standen und in das Tal unter uns gehen haben, unter uns lauter kleine Plantagen uns in der Ferne konnte man die Berge und das Meer sehen. Obwohl die Straße an dem Damm endete, führte ein kleiner Pfand weiter in den Wald hinein den wir dann auch ohne groß zu überlegen nahmen. Man merkte schnell, dass der nicht mehr oft benutzt wird. Durch Schotter und lose Steine war es nicht mehr ganz so einfach zu laufen und auch die ganzen Pflanzen, die über dem Weg wucherten erschwerten es ein bisschen, aber nichts was uns aufhalten würde. Selbst die zerfallene Brücke über die der Pfad ging, hielt uns nicht auf uns wir sind immer tiefer un den Wald hinein, begleitet und von Stille, Vogelgezwitscher und Blätterrauschen. Je weiter wir in den Wald gingen, desto zugwucherter wurde der Weg. Irgenwann sind wir dann an einem kleinen steinigen Flussbett an gekommen, das sich den Berg hinunter schlängelte. Ich bin natürlich ohne zu zögern zum Fluss geklettern und nach kurzem Zögern sind mir auch die anderen gefolgt. Meine eigentliche Intention war es, einmal von dem Wasser zu probieren, aber auf den Steinen des Flussbettes zu stehen und zuzusehen, wie der kleine Bach seinen Weg durch die Steine suchte und dabei dem beruhigendem Rauschen und Gluckern desssen zu hören war es auch Wert. Getrieben von Lust und Motivation sind Anni und ich dann immer weiter das steinige Flussbett hochgeklettert, bis wir merkten, dass Henrik nicht ganz so hinterherkam. Er teilte uns daraufhin mit, das sein Knie wohl Probleme machte und so sind wir wieder umgekehrt… irgendwie schade. Ich wäre noch gerne immer witer das Flussbett hinaufgeklettert, auch wenn mich weiter oben wahrscheinlich nichts erwartet hätte. Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein wahrscheinlich ziemlich altes Haus gesehen, was nur noch aus einer Mauer mit Türöffnung bestand. Als ich meinte, ich würde gerne da wohnen, wiesen mich die anderen darauf hin, dass das ja nicht mal ein Dach hätte. Aber das kann man ja noch bauen!? Jedenfalls sind wir dann wieder zurück zum Damm und von dort aus dann an der einen Kreuzung noch mal in die andere Richtung und nicht sofort nach Hause. Aber auch der Abstecher hat sich gelohnt, denn der Weg führte noch höher auf den Berg und an einer Stelle hatte man echt eine wahnsinns Aussicht über die Felder, Berge, das Meer und ein paar Inseln. Leider konnten unsere Kameras natürlich nicht mal ansatzweise die Faszination der Sicht einfangen. Wir sind dann der Straße noch bis zum Ende gefolgt, aber da hat man nicht wirklich mehr gesehen. Danach sind wir dann wieder Richtung nach Hause gegangen und haben lediglich noch mal einen längeren Stop im Bambuswäldchen gemacht.
Zuhause angekommen haben wir dann Mittag gemacht, was aus Omelett, Baguette und einem Misch aus Bohnen und einem Teil meines Cilli con Carnes bestand. Den restlichen Nachmittag habe ich dann meinen freien Tag genossen und mehr oder weniger produktives Zeug gemacht. Ehe ich dann zum Abendbrot mein Cilli leer gemacht habe und dann irgendwann auch ins Bet gegangen bin. Beim Abendbrot ut uns heute was aufgefallen. Die Leute, die sich normalerweise immer darum gekümmert haben, dass ständig frischer Reis in den Reiskochern war, sind jetzt alle abgereist. Wer soll den jetzt Reis kochen? Ich ja sicherlich nicht, denn ich hab kein Plan von den Reiskochern hier oder wie man damit Reis kocht.