day 45 [15.03.]

Obwohl ich ja gestern früher schlafen gegangen bin, war ich morgens nicht unbedingt wacher. Nach dem Weckerklingeln hab ich natürlich erstmal schön wieder den Aircon angemacht, ehe ich dann tatsächlich früher als die letzten Tage aufgestangen bin. Wie immer ging es dann 6:30 Uhr los zur Firma. Heute dann ohne Mori-san, da er während unserer Arbeitszeit abreisen wird und mit dem neuen Pärchen. In der Firma angekommen gab es dann eine kleine Überraschung. Anni und ich würden heute zusammen mit allen anderen aus unserem Wohnhaus Unkraut jäten. Gestern wurde uns noch was anderes gesagt. Aber naja, natürlich freuten wir uns, auch mal wieder zusammen arbeiten zu können, bloß leider ist die Arbeit für Anni wegen ihrer Knieprobleme überhaupt nicht geil. Also ging es dann zusammen auf die Felder. Morgens war es ja noch relativ kalt (so ca. 3 ºC) aber ziemlich schnell wurde es ultra warm. Gerade die Sonne brannte wie verrückt und man konnte förmlich spüren wie man verbrannte. Zum Glück hatte ich mir beim letzten Einkauf Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 gekauft. Welche mit weniger Lichtschutzfaktor zu finden ist allerdings auch schwer. Wir waren jedenfalls echt froh, dass beim letzten Feld die Bäume schon etwas größer waren, so dass man wenigstens 1/5 der Zeit im Schatten hocken konnte. Heute hat leider warum auch immer mein Rücken mehr weh getan als die letzten Tage. Irgendwann war dann endlich die Arbeitszeit vorbei und wir sind nach Hause gefahren. In der Firma kam dann die gute Nachricht, morgen haben wir yasumi, also sprich einen Tag frei. Meine Hände werden es mir danken. Gut gelaunt fuhren wir deshalb nach Hause, wo wir auf dem Weh noch im Supermarkt angehalten haben um uns umeshu (japanischer Pflaumenwein) zu kaufen.

Alkohohl in großen Mengen hier zu bekommen ist übringens überhaupt kein Problem. Die halbe Alkoholabteilung ist voll mit Flaschen mit deutlich über 2 Litern Inhalt. Zuhause angekommen haben wir dann nach dem Duschen, Abendbrot gegessen. Mori-san hatte als sein Abschiedsgeschenk haufenweise Snacks dagelassen, durch die wir uns dann, während wir unserenWein getrunken haben, probiert haben. Unter anderem waren da auch so Kekse dabei, die man in die Mikrowelle tun konnte, damit man einen flüssigen Kern erhält. Anni hat sich also die Anleitung durchgelesen und einen Teller mit Keksen in die Mikrowelle gestellt. Nach ca. eine Minute hat sie ihn dann wieder rausgeholt. Mit dem Öffnen der Klappe allerdings wurde unsere Küche in Rauchschwaden getränkt und alles roch verbrannt. Anni hat es geschafft unsere schönen Kekse in Kohle zu verwandeln. Auch wenn sie von außen noch gut aussahen. merkte man spätestens beim raufbeißen, dass das Innere total verbrannt war. Damit wurde sie dann natürlich schön den ganzen Abend lang aufgezogen. Irgendwann später wurde dann beschlossen noch was zu gucken und so habe Anni, Henrik und ich noch eine Serie angefangen. Lediglich bin ich während der ersten Episode schon fast eingeschlafen, weshalb ich dann ziemlich müde hoch bin und sogar noch früher als gestern schlafen gegangen bin. Ich warte ja auf den Tag, wo ich mich wieder wach fühle…

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