day 36 [06.03.]

Irgendwie ist schon unglaublich, dass vor einem Monat hierhergekommen bin. Die Zeit verfliegt so schnell und man merkt fast gar nicht, dass man in einem komplett anderem Land ist, weil man sich an vieles schon gewöhnt hat.

Heute morgen hieß es mal wieder ausschlafen.  Mein Wecker hat trotzdem um 5.!5 Uhr geklingelt und retardet wie ich war, hab ich erst ein paar Mal auf Schummern gedrückt, ehe ich ihn ausgemacht habe. Gegen 8 Uhr bin ich dann noch mal aufgewacht, allerdings auch wieder eingeschlafen. Aufgestanden bin ich dann erst 10 Uhr. Dann bin ich zusammen mit Anni in die Küche runter, weil wir Eierkuchen machen wollten. Das Rezept haben wir uns im INternet rausgesucht und haben sogar eins gefunden, wofür man keinen Messbecher braucht, denn den haben wir hier nicht. Die Portionen hatten wir zwar für vier Leute berechtnet, weil wir für morgen fürs Mittag welche haben wollten, allerdings wurde es dann dafür zu wenig. Trotzdem wurden sie ziemlich gut, wenn auch ein bisschen viel Ei. Gegessen haben wir sie dann mit Bacon, so’nem komischen Schokoaufstrich der nicht ganz streichbar war und Zimt und Zucker. War schon geil. Danach haben wir unsere Bentos für morgen vorbereitet. Bei mir ist sogar ein Eierkuchen übrig geblieben. Nachdem wir dann Abgewaschen und aufgeräumt haben, hab ich mal am Wäschewaschen probiert. Im Gegensatz zu der Waschmaschine im Sharehouse in Saitama war das hier nämlich keine mit Münzen, sondern quasi ein ganz normal. Also auch mit verschieden Waschgängen. Man stand also vor einer Waschmaschine mit haufenweise Beschriftungen, die man nicht lesen konnte. Mittels Google Übersetzer haben wir dann ungefähr bei der Hälfte erahnen können, was zu bedeuten, beim Rest waren wir genau so schlau wie vorher. Wenigstens haben wir das Automatische Programm ausfindig machen können. Danach haben wir einfach ein bisschen rumgegammelt. Tatsächlich habe ich es auch geschafft, ein bisschen Japanisch zu lernen, aber halt nur ein bisschen. Anni ist mittlerweile viel besser im Sprechen geworden, aber ich hab halt immer nich Hemmungen und kenn gefühlt nicht mal halb so viele Vokabeln wie sie, was das Ausdrücken für mich noch um so schwerer macht. Irgendwann war es dann allerdings Zeit fürs Einkaufen gehen. Da es ja Komatsu-sans letzter Tag war und er dabei sein wollte, wenn Anni hier Auto fährt, musste sie eins der Autos fahren. Ich musste als moralische Unterstützung natürlich mit. Aber da hier die Autos natürlich nicht großartig unterschiedlich sind, hat sie das Ganze großartig gemeistert. Sämtliche Autos fahren hier übringes mit Automatik. Beim Einkaufen waren wir heute das erste Mal schneller fertig als die anderen und während wir da standen und gewartet haben, hab ich Anni gefragt, ob denn Komatsu-san als zukünftiger Vater ihrer Kinder in Frage käme (sie möchte unbedingt asiatische Kinder haben). Daraufhin hat sie sich allerdings nur kommentarlos umgedreht und ist weggegangen… äh hallo, ich möchte noch ne Antwort haben? (Die hab ich bis jetzt immer noch nicht 😦 …)Wieder zurück haben wir dann eigentlich auch schon mit der Vorbereitung fürs Abendessen begonnen. Heute wurde ja wieder Takoyaki gemacht. Der Name kommt übringens von tako = Tintenfisch und yaki  =  bedeuteut so viel wie gerillt. Auch wenn der Tintenfisch in Teigbällchen gegrillt wird. Heute waren allerdings die Zutaten ein bisschen anders als beim letzten Mal. Natürlich war wieder Tintenfisch dabei. Wir haben das Ganze dann noch mit Brokkoli und Avocado probiert. War beides ziemlich lecker, auch wenn die etwas zu groß für die Pfanne waren. In der nächsten Runde wurde dann noch Käse dazu genommen was das Ganze noch geiler gemacht hat. Diesmal hab ich ja auch was geschmeckt uns es war mega lecker. Henrik hat wir beim letzten Mal wieder seinen Whiskey rausgeholt. Zudem hat auch Komatsu-san Sake, welchen er zum Abschied geschenkt bekommen hat, ausgeschenkt. Von dem durften auch Anni und ich mittrinken. Ich bin jetzt kein großer Sake-Fan, aber schlecht hat er nicht geschmeckt (aber halt auch nicht gut). Bei der Takoyaki Runde dann wurden alle ein bisschen kreativer. Es gab dann welche mit Avocado und Käse, Tintenfisch, Brokkoli, Schokolade, Schokolade mit Lauch und welche mit Dekopon (Orange) drinnen. Die mit Schokolade haben sogar ziemlich gut geschmeckt, auch wenn es anfangs nicht danach aussah. Alle waren jedenfalls sehr gut drauf, was einen ziemlich lustigen Abend gemacht hat. KODAK_00022.JPG

Das Foto wurde übringens mit meiner Sofortbildkamera aufgenommen, deshalb ist der Bildausschnitt etwas komisch, da wir nicht gesehen haben, was wir denn eigentlich fotografieren.

Nach dem Abendbrot löste es sich dann nach und nach auf. Anni und ich haben uns irgendwann mit Henrik über Dialekte in Norwegen und Deutschland unterhalten. Wusstet ihr, dass Norwegen zwei offizielle Sprachen hat? Also ich bis heute nicht. Danach haben wir noch Komatsu-san beim Marmelde machen zugeguckt, die er schon seit Nachmittag macht, aber da wir morgen wieder früh aufstehen müssen, bin ich dann auch irgendwann hochgegangen.

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