day 30 [28.02.]

Heute stand sie also an, die Fahrt einmal quer durch Japan. Die Nacht hatte ich wieder nicht durchschlafen können, aber immerhin schon etwas besser als gestern. Morgens haben wir dann noch unser Zimmer aufgeräumt, ehe wir es dann ziemlich leer zurückgelassen haben. Die Betten mussten wir abbeziehen und die Schlüssel zurücklassen. Dann sind wir mit unsererm ganzen Gepäck zur Bahn. Obwohl wir ja schon einiges abgegeben hatten, hatten wir zu zweit noch einen Koffer und jeder noch einen voll bepackten Rucksack, einen Beutel sowie mindestens eine Tüte in der Hand, wo sich noch der neugekaufte Rest befand. Mal wieder sind wir in den Berufsverkehr gekommen bloß war es dieses Mal gar nicht so lustig. Durch das schwere Gepäck, die Erkältung, die Menschenmassen und die Hitze war es irgendwann nicht mehr aushaltbar für mich. Ich habe keine Luft mehr bekommen und wollte einfach nur noch raus…  noch eine Station weiter als wie die, wo wir aussteigen mussten, hätte ich nicht mahr geschafft. Wir haben vor der eigentlichen Losfahrt dann noch Lukas getroffen, der uns glücklicherweise unser Geschirr vorbeigebracht hat, welches wir gestern dort stehen gelassen haben. Es war ein ganz schöner Kampf für uns, da noch ranzukommen, da irgendwie immer jemand oder irgendetwas zu spät war. Wir hatten schon miteingeplant, eine Stunde eher loszugehen, nur damit wir da nich rankommen. Letztendlich mussten wir das aber glücklicher Weise nicht. Danach sind wir dann zur Tokyo Station gelaufen, wo unser Zug abfahren sollte. Wir waren etwas zu früh dran, sodass dieser nicht mal an der Anzeige stand. Aber nach ungefähr einer viertel Stunde warten hatte sich das auch erledigt und wir sind unser Gleis suchen gegangen. Die Bahnhöfe sind ja hier generell of serh groß und unübersichtlich, aber Tokyo Station übertrifft die anderen noch ein bisschen. Denn gefühlt nur für die Shinkansen gab es 20 Gleise. 10:30 Uhr sollte unser Zug abfahren und bis 5 Minuten vor Losfahrt wurden erstmal die Waggons geputzt. Trotzdem sind wir natürlich pünklich abgefahren.  In dem Zug selber hat man sich ein bisschen wir im Flugzeug gefühl, was schon ein bisschen durch die flugzeugähnlichen Fenster ausging.

Sobald man aus Tokyo rausfährt, merkt msn immer, wie bergig Japan eigentlich ist. Denn außerhalb findet man eigentlich kaum noch Flachland. Die Strecke schlängelte sich zwischen den ganzen kleinen Bergen hindurch und die Aussicht wäre bestimmt schön gewesen, wenn es nicht so wolkenverhangen wäre. Denn die Wolken hangen so tief, dass man nicht mal mehr die erste Hügelkette erkennen konnte. Damit war das auch der erste Tag, wo wir Regen erwischt hatten in Tokyo, wobei eiegentlich war es eher nur Nieselregen. Die Fahrt mit dem Shinkansen verlief ziemlich gut und entspannt und es war schon krass, dass man in ca. 3 Stunden einmal quer durch Japan gefahren ist. Unsere Endstation mit dem Shinkansen war Okayama, das war jedoch nicht unser Endziel. Also hieß es für uns noch einmal mittels einem kleineren Zug die Insel Shikoku zu überqueren. Das ganze hat dann noch mal 5 Stunden gedauert. Die Fahrt war allerdings nicht ganz so problemlos. Denn eiegentlihc wurde uns gesagt, wir können die Strecke mit unserer Suicacard fahren, quasi genauso wie in Tokio. Also haben wir mit unseren cards eingecheckt in Okayama und sind in den Zug gestiegen. Es stellte sich dann allerdings heraus, dass das doch nicht geht. Dies erfuhren wir dann durch einen Bahnangestellten, der uns auf Tickets kontrollierte, welche wir natürlich nicht hatten. Zum Glück allerdings sind hier alle sehr nett und nachsichtig, so dass wir dann mit etwas hin und her wegen Sprachproblemen das Problem gelöst gekommen hatte. Wir haben nachträglich Ticktes gekauft und das Einchecken unserer Suicacards wurde gelöscht. Die restliche Fahrt verlief ziemlich entspannt, war blos etwas lang und dadurch anstrengend. Gegen 19 Uhr kamen wir dann endlich an unserem Zielbahnhof, Sukumo. Dort hat uns dann der Farmer mit Auto abgeholt. Er war ziemlich nett und wir haben ihn auch glücklicherweise gut verstanden. Er hat uns dann mitttels Übersetzer die etwas schwierigeren Sachen verständlich gemacht. Es war auch das erste Mal, dass ich hier mit einem Auto gefahren bin und dann auch noch gleich eines dieser typischen japanischen Kleinbusse, die man hier überall sieht. Meiner Meinung nach sehen die auch zeimlich witzig aus, das sie aussehen, als hätte man versucht größere Autos auf eine kleine kompackte Würfelform zu quetschen. Am Wohnhaus angekommen sind wir dann auf einen Teil der Arbeiter getroffen. Als wir den Wohnraum betraten haben aller gerade Abendbrot gegessen. Wir wussten ja, dass sich noch jemand von der Organisation dort befindet, ein Norweger namens Hendrik. Ihn konnte man sofort erkennen, denn zwischen den ganzen Japanern saß ein europäischer Typ mit Rauschebart. Zuerst haben wir unsere Zimmer gezeigt bekommen und danach durften wir mit Abendbrot essen. Eine aus der Wohngruppe hatte Curry gemacht für alle, was echt lecker geschmeckt hat. Auch die ganze Wohntruppe ist ziemlich nett und mit unserem broken Japanese und mit deren broken English können wir uns eigentlich ziemlich gut verstehen. Witzig war auch, dass sie ständig gefragt haben, was denn dies und jenes auf Deutsch heißt und es dann mit ziemlich lustigen Akzent versucht haben nachzusprechen. Nach dem Abendessen sind konnten wir dann in einem typisch japanischen Bad uns duschen und sind anschließend ziemlich müde ins Bett gefallen.

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