Über die Nacht wurde ich erst mal schön krank, bzw machte es sich bemerkbar. Also sprich Nase verstopft und Halzschmerzen. Dementsprechend habe ich die Nacht auch nur sehr schlecht geschlafen. Ist schon geil wenn man kurz vor einem großen Umzug sich richtig fett erkältet. Vor allem war der Tag auch ganz schön anstrengend, da er im Prinzip nur aus rumfahren bestand. Morgens sind wir dann erstmal ziemlich früh zum JAF gefahren um auch ja halbwegs zum Beginn der Öffnungszeiten da zu sein. Schön mit Koffern und Taschen bepackt durch den Berufsverkehr. Mit laufender Nase ist das noch schöner, da es hier als unhöflich (bzw. unhygienisch) gilt, sich in der Öffentlichkeit die Nase zu putzten, also heißt es schön hochziehen. Für mein Geschmack irgenwann etwas eklig. Das Ganze mit der Pünktlichkeit hat dann nur halb geklappt, weil die Bahnen ultra voll waren und zudem auch irgendwie ein bisschen chaotisch gefahren sind. Beim JAF wollten wir Annikas Führerschein übersetzen lassen, damit sie hier fahren darf. Das Problem dabei war allerdings nur, dass man den nur bekommt, wenn man mindestens 3 Monate im eigenen Land gefahren ist, was Annika nun mal nicht ist. Trotzdem wurde der Antrag erstmal angenommen, ob er letztendlich genehmigt wird, erfuhren wir allerdings erst am Nachmittag. Danach ging es weiter ab nach Kiba zum Büro von WorldUnite! Also haben wir again fast durch halb Tokyo gefahren. Dort angekoemmen war zum Glück jemand da, der uns den Platz für die Koffer gezeigt hat. Das war halt nur so’ne Miniasbstellkammer die schon randvoll mit Koffern anderer Leute gefüllt war. Trotzdem haben unsere natürlich noch reingepasst. Danach wollten wir uns ja eigentlich mit Julia treffen, um die letzten Abprachen wegen der Farm zu halten, die teilte uns dann allerdings mit, dass sie etwas später kommen wird. In der Zwischenzeit sind wir dann erstmal zum Conbini und haben uns was zu Essen geholt, welches wir dann bei den anderen im Sharehouse gegessen haben. Wir haben uns erstmal richtig komisch gefühlt, als wir son ganz ohen direkte Einladung ins fremde Sharehouse gegangen sind und uns dort in die leere Küche gesetzt haben. Trotzdem war uns das lieber als irgendwo auf der Straße zu essen. Ich mache hier übringens jedes Mal den Fehler und kaufe immer zu viel Essen ein (aber ist auch alles so geil). Gegen 14 Uhr war dann auch Julia da und wir sind runter ins Büro gegangen (Das Sharehouse in Shiohama ist direkt über dem Büro). Beim Gepräch mit Julia stellte sich dann heraus, dasss und noch einiges fehlt, was wir heute alles noch einkaufen müssen, wenn wir morgen schon auf der Farm ankommen wollen. Zu den Dingen zähten unter anderem Gummistiefel, Handschuhe und ein Longtowel. Auch haben wir die Anreise zur Farm besprochen. Die erste Option wäre fliegen. Nur halb so teuer wäre die zweite Option mit dem Shinkansen und die dritte Option, der Nachtbus, wäre noch mal halb so teuer, allerdings hätten wir dann schon diesen Abend los gemusst. Da ich diese Nacht wie gesagt nicht gerade gut geschlafen habe, krank bin und keine Lust auf eine weitere Nacht ohne Schlaf hatte (denn im Bus kann ich nicht schlafen), haben wir uns gegen die Variante mit dem Nachtbus entschieden und den Shinkansen gewählt. Nachdem wir dann auch den Rest geklärt hatten hieß es für uns ab nach Hause und die Sachen einkaufen. Das erste was wir gekauft hatten waren die Tickets für den Schinkansen, welche wir direkt auf dem Rückweg geholt haben. Online kann man die Ticktes übringens nicht kaufen. Generell ist Japan an einigen Stellen noch nicht ganz so modern. Zum Beispiel ist es eigentlich ein Bargeldland. An wenigen Stellen kann man hier mit Karte bezahlen und wenn man es dann tut, gucken dich die Leute (für japanische Verhältnisse natürlich) komisch an.
Ach ja, wenn bei jemanden mal wieder das Packet nicht rechtzeitig ankommt, dann eventuell weil sich die Post etwas am anderen Ende der Welt verfahren hat…

In Saitama sind wir dann erst zur Mall und anschließend zum Homecenter gelaufen, um die restlichen Sachen zu kaufen. Wärend wir im Baumarkt waren, wurde man ständig von gefühlt tausend Werbungen beschallt, die alle von irgendwelchen hohen japanischen Frauenstimmen eingeprochen wurden, wo sich mein gehirn irgendwann so dachte: Ich kann nicht mehr!
Nachdem wir dann zuhause endlich angekommen waren, haben wir erst einmal die Koffer um- und fertiggepackt, ehe wir uns entschieden, den doch recht anstrengenden Tag erneut in einem Filmabend ausklingen zu lassen. Ich war allerdings so fertig, dass ich fast eingschlafen bin und wir das Ganze dann nach ca. 20 Minuten wieder abgebrochen haben. Ziemlich zeitig bin ich dann auch schon weggepennt.