day 17 [15.02.]

Irgendwie ist es krass, dass wir hier jetzt schon eine Woche hier sind. Mittlerweile hat man sich ganz gut eingefunden und kommt eigentlich soweit ganz gut klar.

Jedenfalls hat der Tag erneut mit der Fahrt durch den Berufsverkehr gestartet und irgendwie wird es jeden Tag immer voller. Heute war es echt ein Gequetsche… eng an eng wurde gestanden und an jeder Station stiegen noch mehr dazu. Ich hatte blos leider eine sehr ungünstige Position neben so’ner Stange zum Festhalten, die mir dann irgendwann ziemlich auf den linken Lugenflügel gedrückt hat. Da war man froh wenn man beim Umsteigen wieder Atmen kann. Trotzdem ist es erstaunlich dass keiner ne Fresse hier zieht. Solche Situationen werden hier als normal angesehen und lieber akzeptiert als sich drüber beschwert, denn ändert tut es sich dadurch ja nicht. Die Schule war auch ok. Wir haben bloß leider eine neue Verbform gelernt (die ich allerdings in meinem Sprachkurs in Deutschland kennengelernt hatte), die nicht so einfach ist, die て-Form (te-Form). Denn gramatikalische Besonderheiten auswendig zu lernen macht nunmal niemanden Spaß.

Ich glaube, wenn ich hier sterben sollte, dann wird meine Todesursache bestimmt „von einer Fahrstuhltür erschlagen worden“ sein, denn die Türen schließen sich hier so verdammt schnell, da stört es die auch nicht, ob du dazwischen stehst oder nicht. Deshalb gibt es in jedem Fahrstuhl innen auch einen Knopf, um die Türen offen zu halten. Man muss sich nur daran gewöhnen, den halt zu drücken, wenn mehr als eine Person in den Fahrstuhl einsteigen wollen, um Tote zu vermeiden.

Nach der Schule entschieden wir uns dann dagegen noch etwas Großes zu unternehmen, da wir noch für den Test nächste Woche und unser angehendes Vorstellungsgespräch lernen müssen, denn die Zeit rennt. So sind wir nur abends zusammen mit Lisa ein bisschen durch den Ort spaziert um dann Essen zu gehen. Wir haben letztendlich ein Restaurant gewählt, wo jeder Tisch in einem abgetrennten Bereich stand. Das Essen war mega lecker und wir haben es sogar ziemlich gut geschafft auf Japanisch zu bestellen. Selbst die Empfehlung des Kellners haben wir verstanden. So langsam gewöhnt man sich auch an diese ganzen Sachen drumherum, wie das bezahlen hier. Denn in den meisten Restaurants hier bekommt man nach dem Bestellen (oder auch auf Nachfrage) die Rechnung, mit welcher man dann zum Schluss zum Eingang gehen muss um dort zu bezahlen. Nach dem Essen wollten wir noch einen Nachtisch, haben uns aber gegen den teuren im Restaurant entschieden und haben uns auf dem Heimweg einfach in einem Conbini ein Eis geholt. Alles in allem war es dadurch ein ziemlicher entspannter und cooler Abend und wir haben beschlossen dort noch einmal Essen zu gehen, da es echt mega lecker und nicht so teuer war.

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